Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
unser heutiges Musikstück ist kurz, existiert aber in zahlreichen Bearbeitungen: Après un rêve op. 7 Nr. 1 von Gabriel Fauré.
Faurés Liedschaffen erstreckt sich über seine gesamte Laufbahn. Über die Musik von Gabriel Fauré äußerte sich sein Lehrer Camille Saint-Saëns überschwänglich: “Man findet in ihr alles, was verführen kann: neue Formen, kühne Modulationen, kuriose Klänge, einen gänzlich unvorhersehbaren Gebrauch der Rhythmen; und über all dem waltet ein Zauber, der das ganze Werk umhüllt und der die breite Masse der gewöhnlichen Zuhörer dazu bringt, ungeahnte Kühnheiten als die natürlichste Sache von der Welt hinzunehmen.”
"Après un rêve" gilt als Faurés populärstes Lied, obwohl es zu seinen ganz frühen gehört. 1878 vertonte er eine anonyme italienische Madrigaldichtung, die das Erwachen nach einem tiefen Schlaf und verliebten Träumen schildert.
Hier zunächst die Originalfassung mit Sabine Devieilhe und Alexandre Tharaud:
Unter den zahlreichen Bearbeitungen stelle ich Ihnen heute noch zwei vor, zunächst für Violine und Klavier aus der Sendung "Hope@Home" vom 21. Oktober 2020 mit Daniel Hope und Christoph Israel:
Zum Abschluss noch eine Fassung für Violoncello und Klavier mit Gautier Capuçon und Samuel Parent, aufgezeichnet am 20. Januar 2015 in der Matinale culturelle von France musique:
Ihnen allen einen schönen Tag mit herzlichen Urlaubsgrüßen von der Nordsee
Matthias Wengler
