Erstmals Marktandacht in der Stadtkirche Königslutter – 10 Minuten zur Marktzeit

In der Stadtkirche Königslutter wird ab 21. Januar 2021 jeden Donnerstag um 11 Uhr eine ökumenische  Marktandacht gefeiert. Die Glocken laden kurz vor 11 Uhr zu einer Pause im Alltag ein. Unter dem Motto „Wort und Musik“ ist Zeit zum Zuhören, Zeit für Ruhe, Zeit für eigenen Gedanken. Mit Einkaufstüte, Aktenkoffer oder Rucksack, beim Stadtbummel oder im Termindruck, in Urlaubslaune und in Alltagshektik möchten die wöchentlichen Kurzandachten mit einem kleinen Impuls und Musik Nahrung für Herz, Kopf und Seele bieten. Gerade in dieser schweren Zeit können sie Kraft und Trost schenken. Mit dem Vaterunser, Segen und Musik klingt die Marktandacht

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 126

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, unser heutiges Musikstück kommt aus Ungarn und stammt von Zoltán Kodály: Tänze aus Galánta. „Galánta ist ein kleiner ungarischer Marktflecken an der alten Bahnstrecke Wien-Budapest, wo der Verfasser sieben Jahre seiner Kindheit verbrachte. Damals lebte dort eine berühmte, seither verschollene Zigeunerkapelle, die dem Kinde den ersten Orchesterklang vermittelte. Die Ahnen jener Zigeuner waren schon hundert Jahre vorher berühmt: bereits um 1800 erschienen in Wien einige Hefte ungarischer Tänze, darunter eines von verschiedenen Zigeunern aus Galánta. Sie überliefern altes Volksgut. Jenen Heften entstammen die Hauptmotive dieses Werkes.“ Diese Worte stellte Zoltán Kodály

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 125

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, zu den populärsten Stücken von George Gershwin zählen zweifelsohne „Rhapsody in Blue“ und „Ein Amerikaner in Paris“. Aber wie sieht es mit seinem „eigentlichen“ Klavierkonzert aus? Das Concerto in F möchte ich Ihnen in der heutigen Ausgabe gerne näher vorstellen. Am 12. Februar 1924 waren in der New Yorker Aeolian Hall selbst führende Musikerpersönlichkeiten wie Sergej Rachmaninow, Jascha Heifetz, Igor Strawinsky, Leopold Stokowski und Willem Mengelberg neugierig auf die Uraufführung eines unkonventionellen Musikstücks. Die Komposition hieß „Rhapsody in Blue“, und der 25-jährige George Gershwin leitete hiermit den Weg zum sinfonischen Jazz ein.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 124

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, bestimmt ist auch Ihr Weihnachtsbaum bereits abgeschmückt und abgeholt worden, Weihnachten darf aber vielleicht noch etwas nachklingen. Da ich am Mittwoch durch verschiedene Newsletter gleich noch zwei besondere Weihnachtskonzerte entdeckt habe, möchte ich Ihnen diese in der heutigen Ausgabe nicht vorenthalten, zumal sie auch nicht ausschließlich ein reines Weihnachtsprogramm beinhalten. Das erste Konzert kommt aus der Hamburger St.-Michaelis-Kirche, dem Michel: Kent Nagano hat dort mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg ein besonderes Konzertprogramm realisiert: Das „Laudamus te“ aus der h-Moll Messe, gesungen von Dorothea Röschmann, und das graziöse Streichquintett Anton Bruckners in der

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 123

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, noch globaler geht es kaum: Ein russischer Komponist komponiert ein spanisches Werk, und ein deutsches Orchester wird dabei von einem indischen Dirigenten geleitet. Heute erwartet Sie Nikolai Rimski-Korsakows Capriccio espagnol op. 34, es spielen die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Zubin Mehta. Nikolai Rimski-Korsakow war ein Meister des Orchesterklangs. „Zauberer“ nannten manche Nachfolger den Russen. In seinem Capriccio espagnol ist es die von reichlich Schlagwerk geprägte Instrumentation, die viele Kritiker begeisterte – auch wenn sich der Komponist selbst gegen deren Meinung wehrte, diese sei schönes Gewand: Rimski-Korsakow legte Wert darauf,

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Ermutigungswort für den 2. Sonntag nach Epiphanias – 17. Januar 2021 von Pfarrer Thomas Posten

Liebe Leserin, lieber Leser, Endlich! An diesem Sonntag steht die wunder-volle Geschichte vom Weinwunder bei der Hochzeit zu Kana im Mittelpunkt. Endlich ein Text, der uns einmal auf andere Gedanken bringen kann und uns von Corona erholen lassen will. Man begeht Hochzeit, hier ist man ausgelassen, isst und trinkt in großer Runde, Menschen ganz vieler Haushalte  und   auch   von  weiter Ferne treffen sich,  umarmen sich, tanzen, singen, sind fröhlich und feiern die Liebe und das Leben. Hier drücken keine Infektionszahlen aufs Gemüt, keine Sterbefälle machen uns traurig, hier schränken uns keine Vorschriften ein, hier ist es so, wie wir das

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 122

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, heute sind Ihre Schlagerkenntnisse gefragt – wer erinnert sich noch an diesen Titel? https://www.youtube.com/watch?v=Ubzj0NWDou8 Rund 20 Jahre später habe ich diesen Titel in Peter Tschaikowskys Capriccio italien op. 45 entdeckt, das 1880 entstand und zweifellos eine der berühmtesten Musik-Postkarten der Geschichte darstellt. Tschaikowsky hatte die Arbeit an diesem Werk in Rom begonnen, wo er den Winter 1879/80 mit seinem Bruder Modest und dessen jungem Schüler Kolja verbrachte. Das Stück war ursprünglich als italienische Suite über Volksmelodien geplant, wobei Glinkas spanische Fantasien teilweise als Modell dienten. Es beginnt wie der o. g. Schlager mit

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 121

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, bei Sergei Prokofjew denkt man zunächst an sein wunderbares musikalisches Märchen „Peter und der Wolf“ oder an sein Ballett „Romeo und Julia“. Längst nicht so häufig im Konzertsaal sind seine sieben Sinfonien und seine Solo-Konzerte zu erleben – eines seiner fünf Klavierkonzerte möchte ich Ihnen heute hier vorstellen: Das Klavierkonzert Nr. 3 C-Dur op. 26. Sergei Prokofjew, der 1891 geboren und 1953 (am selben Tag wie Stalin!) starb, schlug als Komponist eine überaus faszinierende Brücke vom romantischen 19. ins widersprüchliche 20. Jahrhundert. Und als Pianist, so bezeugen es Aufnahmen, setzte er

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 120

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, zwischen dem ersten und zweiten Lockdown war nur selten Gelegenheit für mich, wieder einmal ein Konzert zu besuchen. Die wenigen Male habe ich sehr genossen – und dabei schon eine deutliche Veränderung wahrgenommen: Das Publikum war viel aufmerksamer und stiller als vor dem Lockdown. Alles, was sich sonst zwischen den Stücken oder Sätzen einer Sinfonie im Saal abspielte, fehlte völlig: Husten, Bonbonrascheln, Unterhaltungen mit dem Nachbarn etc. – manchmal konnten einige Besucher auch während der Musik nicht darauf verzichten. Sofort muss ich an ein Stück denken, das diese Situation einmal wunderbar persifliert

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 119

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, es ist besser mit einem Lächeln ins neue Jahr zu starten als ohne – und dafür soll die erste Ausgabe dieses Newsletters im neuen Jahr 2021 sorgen. Vor wenigen Tagen bin ich auf einen berühmten Instrumental-Titel von Vangelis gestoßen, der vielen von Ihnen sicherlich bekannt ist: „Chariots of Fire“, der als Soundtrack auch für den mit vier Oscars ausgezeichneten Sportlerfilm „Die Stunde des Siegers“ (1981) verwendet wurde. Eine sehr gelungene Aufführung dieses Titels fand 2012 an ungewöhnlicher, aber doch naheliegender Stelle statt: Im Londoner Olympiastadion. Sir Simon Rattle dirigierte das Stück

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 118

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, für die letzte Ausgabe dieses Newsletters in diesem Jahr kann es am Silvestertag nur ein Stück geben: Das Pendant zu „Dinner for One“ im Fernsehen ist Johann Strauß’ Operette „Die Fledermaus“ auf der Bühne: Ein Klassiker zu Silvester! Strauß’ mit Wortwitz und grandiosen Melodien gespickte Partitur, die der champagnerfreudigen High Society den Spiegel vorhält, gilt nicht ohne Grund als Höhepunkt der Goldenen Operettenära. Bis heute ist „Die Fledermaus“ die einzige Vertreterin ihrer Gattung, die an der altehrwürdigen Wiener Staatsoper aufgeführt wird. Zur Handlung: Gabriel von Eisenstein muss wegen Beamtenbeleidigung ein paar Tage

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 117

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, kurz vor Jahresende soll heute noch ein besonderer Konzertmitschnitt folgen: Das Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll op. 30 von Sergej Rachmaninow, das schon immer als Meilenstein einer jeden Pianisten-Karriere galt. Der Komponist riegelte sich im Sommer 1909 vollkommen von der Außenwelt ab. Auf seinem Landgut Iwanowka in Zentralrussland arbeitete er an seinem dritten Klavierkonzert. Das Werk musste bald fertig sein, denn für den 28. November war die Uraufführung in der New Yorker Carnegie Hall angesetzt. Rachmaninow gelang die Fertigstellung auf die letzte Sekunde. Zur Üben blieb kaum Zeit, und so nutzte Rachmaninow

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 116

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, heute, am Heiligen Abend 2020, bleibe ich bei einer ganz konventionellen Musikempfehlung: Die passendste Musik zum Weihnachtsfest ist auch in diesem besonderen Jahr für mich nichts anderes als das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. In den zurückliegenden Jahrzehnten habe ich in der Regel am Heiligen Abend vier Gottesdienste gespielt – drei vom Nachmittag bis zum frühen Abend und noch einen Spätgottesdienst in der Nacht. Seit meiner Zeit in Königslutter ist der dritte Gottesdienst mit der Propsteikantorei in der Stadtkirche für mich der eigentliche Höhepunkt des Tages. Das Singen von Chören und Chorälen aus Bachs

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 115

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, die Weihnachtstage rücken näher – und für viele Menschen gehört Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium zu den Festtagen dazu, auch wenn der Heilige Abend wohl in diesem Jahr aufgrund der zahlreichen Gottesdienstabsagen eher eine sehr stille Nacht werden wird und wir von „Jauchzet, frohlocket“ gefühlt sehr weit entfernt sind. Daher möchte ich Ihnen heute in dieser Ausgabe ein anderes Weihnachtsoratorium empfehlen: Das Oratorio de Noël op. 12 von Camille Saint-Saëns – vor einem Jahr war geplant, dass wir es mit der Propsteikantorei Königslutter im diesjährigen Weihnachtskonzert aufführen würden. Nachdem Saint-Saëns 1858 das Amt

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Ermutigungswort zum Heiligen Abend

Weihnachten – in Corona- Zeiten? Ich weiß noch sehr gut, wie ich doch lachen musste als einer im März zu Beginn des Lockdowns sagte: „Was werden wir uns freuen, wenn wir uns alle beim Weihnachtsmarkt wieder in die Arme fallen dürfen!“ Weit gefehlt und jetzt bin ich wieder auf dem Boden der Tatsachen angelangt: ich umarme keinen und einen Weihnachtsmarkt gab es nicht. Die Einschränkungen der letzten Wochen haben Menschen noch einmal richtig in die Knie gehen lassen. Auch in den Kirchengemeinden wurde gerungen und diskutiert über unsere Angebote zu Weihnachten. Wir wissen, wir haben die Aufgabe von Gottes Kommen

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Spenden an Brot für die Welt

In diesem Jahr fallen für Brot für die Welt viele Kollekten der Weihnachtsgottesdienste weg. Diese wichtige Arbeit ist aber auf Spenden angewiesen. Wir unterstützen daher sehr gern den Aufruf zur Onlinespende ! Alle Infos und direkt spenden unter: http://brot-fuer-die-welt.de/spenden  

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Musik in schweiriegen Zeiten-Folge 114

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, für den heutigen Vorabend zum 4. Advent war eine gekürzte Version von Händels „Messias“ als Weihnachtskonzert im Kaiserdom vorgesehen. Wenigstens auf diesem Wege möchte ich Ihnen heute dieses Werk vorstellen: Bei Blasphemie mag man an vieles denken, aber sicher nicht an Händels „Messias“. Doch das Londoner Publikum war seinerzeit „not amused“: Ein Oratorium aus Bibelzitaten als Abendunterhaltung im Theater? No way! Geht gar nicht! Da wagte es 1742 dieser abgehalfterte Opernkomponist Georg Friedrich Händel doch tatsächlich, ein Oratorium mit dem Titel „Messias“ als „Entertainment“-Veranstaltung im irischen Dublin aufzuführen. Mit vorwiegend alttestamentarischen

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 113

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, heute kann nur ein Komponist im Mittelpunkt des Newsletters stehen: Ludwig van Beethoven wäre heute 250 Jahre alt geworden. Bevor ich am Schluss gerne auf ein besonderes Konzert hinweise, das heute live aus Bonn übertragen wird, soll hier zunächst die heutige Musikempfehlung folgen: Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37, das ich vor rund zehn Jahren selbst einmal leiten durfte, Ludwig van Beethoven war ein ausgezeichneter Pianist und Meister der Improvisation. Bei den Aufführungen seiner Klavierwerke saß er oft selbst als Solist am Flügel, so auch bei der Uraufführung seines dritten

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digitale Angebote zu Weihnachten

In diesem Jahr ist vielen anders – auch Weihnachten. Die Botschaft bleibt natürlich gleich und ist in diesem Jahr besonders stark: Fürchtet euch nicht! Und trotzdem: Viele von uns feiern Christi Geburt in anderer Form als sonst. Wir möchten trotzdem mit Ihnen feiern! Neben den persönlichen Gottesdiensten in den Ortsgemeinden, haben viele von uns auch digitale Angebote vorbereitet. Dazu laden wir Sie und Euch ganz herzlich ein! Auf unserem YouTube-Kanal, an Weihnachten, 24.12.2020 ab 14.00 Uhr!

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Ermutigungswort zum 4. Advent

Ich bat die Konfis einmal zu überlegen, wie dieser Stall in unserer heutigen Welt aussehen könnte. Eine Konfirmandin sagte: „Jesus würde wahrscheinlich auf einer Mülldeponie geboren werden.“ Ein anderer: „Oder in einer dreckigen U-Bahn.“ Das trifft den Nagel ziemlich auf den Kopf, wie ich finde. Jesus wird an einem unmenschlichen Ort geboren. Und: Er wird auch an einem unmenschlichen Ort sterben. Mit Mitte dreißig. Wie ist zu erklären, dass wir – 2000 Jahre später – uns diese Geschichte noch erzählen? Sie lebendig halten? Beachten wir denn sonst die Geschichten der Verarmten und Erniedrigten dieser Welt? Ich glaube, wir beachten deshalb

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 112

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, die New Yorker Carnegie Hall ist zweifelsohne einer der schönsten und traditionsreichsten Konzertsäle der Welt. Benny Goodmans berühmtes Jazzkonzert aus dem Jahr 1938 ist genauso unvergessen wie die Young People’s Concerts von Leonard Bernstein und den New Yorker Philharmonikern. Und wenn der folgende Satz für New York gilt, dann gilt er insbesondere für die Carnegie Hall: „If I can make it there I’ll make it anywhere.“ Wer dort auftritt, dem stehen alle Türen offen. Wir sind mitten in der Adventszeit – und für viele Menschen gehören bestimmte Schallplatten oder CDs zum

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 111

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, das Jahresende rückt immer näher, und wir sind längst mittendrin in einer ganzen Reihe von Rück- und Ausblicken auf vergangene und zukünftige Zeiten. Daher soll heute ein Stück im Mittelpunkt stehen, das zu den zeitlosen Klassik-Rennern zählt und wohl niemals unpopulär werden wird: „Die vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi. Über die Eigenschaften der Jahreszeiten hat sich Antonio Vivaldi seine eigenen musikalischen Gedanken gemacht und sie in vier Violinkonzerten zusammengefasst. Es zieht kaum ein Sommer ins Land, ohne dass er eine Neuaufnahme von Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ mit sich bringt. Nur wenige große Geiger

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Ermutigungswort zum 3. Advent

Liebe Leserinnen und Leser, an vielen Orten leuchten in diesen Wochen Sterne. Liebevoll und erwartungsvoll dekoriert schmücken sie Häuser und Straßen, Zimmer und Geschäfte. Es scheint, als würden sie der derzeit gedrückten Stimmung der Pandemie etwas entgegen halten wollen. Sie antworten mit ihrem Strahlen. Folge ich mit meinen Augen ihren Strahlen, so wird mein Blick in die Weite gerichtet, in die Ferne und in die Zukunft. Der Stern auf der Frontseite strahlt jetzt in der Adventszeit in der Cremlinger Kirche. Er weist uns den Weg, wenn wir Gottesdienst feiern. Er weist den Weg zur Krippe, den Weg zu Jesus. Er

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 110

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, heute möchte ich Ihnen ein Stück vorstellen, das ich 1985 durch Helmut Schmidt kennengelernt habe – Kaffeehausmusik der besonderen Art: Für die Einspielung der Konzerte für zwei, drei und vier Klaviere (bzw. Cembali), die anlässlich des 300. Geburtstags von Johann Sebastian Bach in Hamburg entstand, holten sich Justus Frantz, Christoph Eschenbach und Gerhard Oppitz noch den Alt-Bundeskanzler als prominenten Partner. Die Aufnahme verkauft sich bis heute sehr gut, hier der 1. Satz aus dem Konzert für vier Klaviere a-moll BWV 1065: https://www.youtube.com/watch?v=urLmzJVT4qc Das vollständige Konzert, das gerade einmal 10 Minuten dauert, ist

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 109

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, in dieser Ausgabe wird es schon einmal weihnachtlich: Vor genau zwei Jahren habe ich eine Woche Urlaub in London verbracht und dabei so viele Konzert- und Theaterbesuche mitgenommen wie nur möglich. Dazu zählte auch ein Abend in der Londoner Royal Albert Hall, die schon so oft in dieser Reihe vorgekommen ist. Bis zum letzten Jahr waren dort die Singalong-Christmas-Konzerte mit John Rutter schon zur Tradition geworden – zweimal an einem Tag besuchten jeweils 5.000 Personen das bunte Weihnachtsprogramm, bei dem das Mitsingen im Publikum an bestimmten Stellen zur Pflicht gehört. Jeder,

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 108

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, zu den Werken, auf die ich in meinem Leben nicht verzichten könnte, gehört Franz Schuberts Liederzyklus „Winterreise“, der mich schon seit vielen Jahren durchs Leben begleitet. Generationen von Liedsängern haben sich bereits mit diesem Werk auseinandergesetzt, und ich selbst werde nicht müde, mir immer wieder neue Aufnahmen anzuhören oder Konzerte zu besuchen – als Interpret wird man mit diesem Werk wohl niemals fertig. Als einen „Zyklus schauerlicher Lieder“ kündigte Franz Schubert seinen Freunden im Frühjahr 1827 die ersten 12 Gesänge der Winterreise an. Als er sie ihnen „mit bewegter Stimme“ vortrug,

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Weihnachtsgottesdienst auf dem Marktplatz Königslutter

Weihnachtsgottesdienst der Propstei Königslutter am 24. Dezember 2020 um 17:30 Uhr auf dem Marktplatz, Königslutter Die Propstei Königslutter lädt ein zu einem festlichen Open-Air-Gottesdienst am Heiligen Abend um 17:30 Uhr auf den Marktplatz in Königslutter. In diesem Jahr, in dem die Kirchen zu den Weihnachtsgottesdiensten nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern empfangen können, möchte die Propstei mit diesem Gottesdienst ein zusätzliches Outdoor-Angebot schaffen. Ganz bewusst fiel als Veranstaltungsort die Wahl auf den Marktplatz als zentralen Ort in Königslutter, der mit Bühnenpodest, Weihnachtsbaum und Weihnachtsbeleuchtung dank „Königslutter Aktiv“ eine wunderbare, stimmungsvoll beleuchtete Kulisse bietet und für diesen besonderen Gottesdienst, der maximal

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Ermutigungswort für den 6. Dezember 2020

Bei dem Datum denkt man natürlich in unser Breitengraden gleich an den handelsüblichen ‚Nikolaus‘ mit der schon weihnachtsmannmäßigen roten Kapuze. Spätestens da würde dem einzig wahren (mit „h“ in der Mitte!) Nikolaus wohl bereits die berühmt-berüchtigte Hutschnur – oder besser gesagt „Mitra“ – reißen: So heißt nämlich die oben mit Kreuz abgebildete Kopfbedeckung des Bischofs von Myra aus dem 4. Jahrhundert nach Christus. Aber der Reihe nach: Stellen wir erst einmal den Nikolaus sozusagen vom Kopf auf die Füße! Der historische Nikolaus lebte Mitte des vierten Jahr- hunderts in Kleinasien und war berühmt für seine wohltätige Art und Ader, für

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 107

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, vor einigen Wochen erhielt ich über eine Chorsängerin einen Hinweis über ein besonderes Musikvideo, das im Kaiserdom in Königslutter aufgezeichnet wurde – und schon stand der Inhalt für eine weitere Ausgabe dieses Newsletters fest: Heute geht es um die sechs Cellosuiten von Johann Sebastian Bach. Die sechs Cellosuiten sind so etwas wie die Königsdisziplin für Cellisten. Es ist nicht leicht, hier eine eigene Interpretation dieser Werke zu finden, da es kein Autograph gibt. Die frühesten Quellen von Bachs Cellosuiten werfen ein bezeichnendes Licht auf die Lebensumstände in der Leipziger Kantorenwohnung, in

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 106

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, spricht man von der Klavierballade als sich eigenständig etablierende Instrumentalgattung des 19. Jahrhunderts, kommt man nicht daran vorbei, Frédéric Chopin mit seinen vier Balladen als Schlüsselfigur zu sehen. Seine Ballade Nr.1 g-Moll op. 23, die um 1835 entstand, ist das erste großangelegte Instrumentalstück, das diesen Titel trägt. Inspirationsquelle für Chopin dürften hier die literarischen Balladen („Litauische Balladen“) des polnischen Schriftstellers Adam Mickiewicz gewesen sein. Chopins Balladen sind in jedem Fall strukturell einzigartige Gebilde der Hochromantik, deren Kern der heroischen Legende oder Dichtung entnommen wurde. Die Ballade Nr. 1 g-Moll op. 23 ist

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 105

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, am ersten Adventswochenende soll heute festliche Chormusik in dieser Ausgabe erklingen: Johann Sebastian Bachs Magnificat D-Dur BWV 243. Das Magnificat – der „Lobgesang der Maria“ (Lukas 1, 46–55) –  ist einer der drei großen neutestamentlichen Gesänge (Cantica), die an die Tradition des Psalmengesangs anknüpfen. Er gehört in einen größeren Erzählzusammenhang mit der Weihnachtsgeschichte, so wie sie beim Evangelisten Lukas berichtet wird. Der Gesang wird von der schwangeren Maria angestimmt, als sie kurz nach der Ankündigung der Geburt Jesu durch den Engel Gabriel ihre Verwandte Elisabeth besucht und von ihr als „Mutter

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Ermutigungswort aus der Propstei Königslutter für den 29. November 2020

„WORAUF WARTEST DU NOCH?“ ruft mir das Plakat an der Bushaltestelle in Großbuchstaben entgegen. Es will Werbung machen für ein Fitnessstudio. Man kann dort einen CoronaVertrag abschließen, lese ich. Damit ist eine Mitgliedschaft unter Corona-Vorbehalt gemeint, für die ich nur dann monatlich zahlen muss, wenn ich sie auch tatsächlich nutze. Falls ich meinen Körper also für 2021 in Form bringen will, gibt es keinen (monetären) Grund, diesen Vertrag nicht abzuschließen. Rückblick: Unter Corona-Vorbehalt  stand in diesem Jahr so ziemlich alles. Etliche Großveranstaltungen und Privatfeiern mussten abgesagt werden. Viele Hochzeitspaare planen mittlerweile schon zum dritten Mal ihre kirchliche Trauung oder haben

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Adventssingen@Home aus der Stadtkirche Königslutter – Online-Format für zuhause als Alternative zum öffentlichen Singen

Propsteikantor Matthias Wengler lädt an den kommenden vier Adventssonntagen zur neuen Reihe „Adventssingen@Home“ ein. Da Gemeindegesang in den Gottesdiensten nach wie vor nicht möglich ist und Chöre nur sehr eingeschränkt proben und auftreten können, ist dieses Online-Singprojekt für zuhause als Alternative entstanden. Ab 29. November wird an jedem Adventssonntag ein Video veröffentlicht, in dem Advents- und Weihnachtslieder vorgestellt werden und zum Mitsingen zur Orgelbegleitung  eingeladen wird. Das Video kann sonntags ab 11 Uhr unter der Adresse youtube.propstei-koenigslutter.de abgerufen werden. Die Zuschauer erfahren dabei viele Details zur Entstehung der Lieder; eine Weihnachtsgeschichte, die von Corinna Tjiang gelesen wird, ist ebenfalls in jeder

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 104

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, erneut hat mich vor einigen Wochen der junge Trompeter Simon Höfele mit einer CD-Veröffentlichung begeistert. Mit nur 25 Jahren ist er Teil einer jungen Künstler-Generation, die sich dadurch auszeichnet, experimentierfreudig bekannt geglaubte Genre-Grenzen zu sprengen. Sein Faible ist die Analog-Fotografie, er engagiert sich in der Nachwuchsförderung und spielt Jazz ebenso gerne wie Klassik. Von 2017-2019 war er New Generation Artist des BBC Radio 3. Mit zwei Orchestern der BBC hat er das Album „Standards“ aufgenommen, das gewissermaßen als Erinnerung an diese Zeit dienen soll. Neben den Klassikern seines Instruments, den Trompetenkonzerten

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 103

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, Reisen bildet – und inspiriert auch zu Musik: Auf Vorschlag von Ignaz Moscheles war England die erste Station der mehrjährigen Bildungsreisen des jungen Felix Mendelssohn Bartholdy. Im April 1829 traf er in London ein, wo er sich aufgrund von Empfehlungsschreiben und Konzerten schnell einen bedeutenden Ruf verschaffte. Er knüpfte sofort enge Beziehungen zu englischen Musikerkreisen, was dazu führte, dass er zwischen 1829 und 1847 weitere neunmal nach England reiste. Am Ende der Saison brach er mit seinem Freund Karl Klingemannn zu einer Wanderung durch das Schottische Hochland auf. In den Highlands

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 102

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, im Februar 1817 schrieb der zwanzigjährige Franz Schubert ein Lied nach Versen von Matthias Claudius: Der Tod und das Mädchen. Der Text mobilisiert alte mythische Bilder: Tod und Jugend, Tod und Schönheit, die Entrückung derer, die das Leben noch nicht beschädigt hat. Wie viele seiner frühen Lieder legte Schubert auch dieses als Szene an – musikalisch mutig: Die Melodie erscheint oftmals räumlich aufgelöst, man weiß häufig nicht, in welcher Stimme man sie suchen soll, und doch ist sie greifbar. Das berühmte Lied können Sie hier in einer sehr privaten Aufführung erleben

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Ermutigungswort 22. November

Wolfgang Abendschön hat einmal geschrieben: „Es gibt Zeiten, da bin ich hoffnungslos – hoffnungslos zuversichtlich“. Dem ersten Teil dieses Satzes können sicherlich viele zumindest zeitweise zustimmen – so gewiss am heutigen Ewigkeitssonntag, an dem man in besonderer Weise der verstorbenen Angehörigen oder Freunde gedenkt, aber auch im Alltag betreffs der möglicherweise vielfältigen persönlichen Sorgen und Nöte. Sicherlich mag auch Wolfgang Abendschön manchmal in diesem Sinne Hoffnungslosigkeit kennen oder gekannt haben, er lebt aber grundsätzlich in der Zuversicht, jetzt mit Worten Helmut Gollwitzers gesprochen: „Die Nacht wird nicht ewig dauern. Es wird nicht finster bleiben. Die Tage, von denen wir sagen,

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Adventskalender für die Ohren

Jugendliche und junggebliebene Erwachsene haben Teile der Weihnachtsgeschichte aus dem Buch „Der Weg zur Krippe“ von Monika Larsen und Anna Karina Birkenstock aus dem Kaufmann Verlag aufgenommen. Es sind ganz tolle kleine Folgen entstanden, die man sich ab dem 1.12.2020 täglich auf der Homepage der Evangelischen Jugend Königslutter unter Podcast anhören kann https://evj-koenigslutter.de/podcast/ Ich danke allen, die mitgemacht haben und wünsche euch allen viel Spaß und Freude beim Anhören! Schon vorab eine besinnliche und gesegnete Adventszeit! Sonja Höhne

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 101

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, es gibt Lieder, die lernt man auf ungewöhnliche Weise kennen und wundert sich noch Jahre später, dass es sie tatsächlich gibt. Ein solches Beispiel ist für mich das Lied „Juchhe“ op. 6 Nr. 4 von Johannes Brahms, hier zu sehen mit Susanna Proskura. Und hier der Moment, den wohl sehr viele von Ihnen mit diesem Lied verbinden, der Text stammt übrigens von Robert Reinick: Gar nicht übel, oder? Ihnen allen einen schönen Tag mit herzlichen Grüßen aus Braunschweig Matthias Wengler

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 100

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, kaum zu glauben, aber wahr: Die 100. Ausgabe ist erreicht – und hierfür habe ich ein Werk reserviert, das mich schon lange durchs Leben begleitet. Hin und wieder werde ich gefragt, welches Konzert mein schönstes war, das ich selbst geleitet habe. Abgesehen davon, dass ich mit Superlativen immer zurückhaltend umgehe, lege ich mich heute gerne einmal fest. Eines der schönsten Konzerte, das ich selbst leiten durfte, fand 2009 im Kaiserdom in Königslutter statt. 2009 hat die Musikwelt den 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy gefeiert – und auch in Königslutter haben

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Ermutigungswort 15. November

Es ist Herbst geworden, in der Natur ist das deutlich sichtbar. Seit der Zeitumstellung Ende Oktober wird es schon nachmittags dunkel. Die Tage sind kurz, die Nächte lang. Der Kastanienbaum vor meinem Fenster hat seine Blätter und Früchte abgeworfen. Welk und braun verströmen sie den typisch herbstlich modrigen Geruch nach Erde und Vergänglichkeit. Der Stamm und die Äste sehen kahl und leer aus. Und so spielt sich vor unseren Augen etwas ab, das uns auf den Tod hinzuweisen scheint, und wie er dem Leben ein Ende setzt. Die Gedenktage in dieser Zeit weisen in dieselbe Richtung. Am Volkstrauertag, den wir

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 99

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, der 9. November war für Deutschland immer wieder ein geschichtsträchtiger Tag, zuletzt 1989, als die Berliner Mauer fiel. An ein besonderes Konzert, das am 12. November 1989 stattfand, in Rekordzeit organisiert wurde und Musikgeschichte geschrieben hat, möchte ich heute erinnern. Die Berliner Philharmoniker spielten an diesem Sonntagvormittag ein Gratis-Konzert für die Besucher aus der DDR in der (West-)Berliner Philharmonie; auf dem Programm stand Beethovens 1. Klavierkonzert  und – nach der Pause – die Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92  um die es heute gehen soll. Dirigent und Solist war Daniel Barenboim,

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 98

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, heute möchte ich Ihnen eines der bekanntesten Orgelwerke der französischen Literatur vorstellen – und ein besonderes Instrument. Das Werk: Carillon de Westminster aus den „24 Pièces de Fantaisie“ von Louis Vierne, gespielt an der Hauptorgel der Kathedrale Notre-Dame de Paris. Die Kirche hat im vergangenen Jahr weltweit Schlagzeilen gemacht. Bei dem Großbrand am 15./16. April 2019 wurde das historische Bauwerk der Kathedrale Notre-Dame de Paris teilweise zerstört. Der Pariser Feuerwehr gelang es nach etwa vier Stunden, den Brand im Wesentlichen auf den hölzernen Dachstuhl zu begrenzen. Die Westfassade mit den Haupttürmen,

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Umkehr zum Frieden

Ökumenische FriedensDekade 20  vom 8. – 18. November 2020 Der zweite Lockdown in der Corona- Pandemie hat uns erreicht. In der Epidemie, wörtlich: beim Volk verbreitet, weltweit bedroht eine Krankheit unsere Sicherheit am eigenen Leibe. Wenn wir in den zurückliegenden Jahren über eine Pandemie hörten, dann war sie eben weit entfernt: Ebola in Afrika, Brände in Australien oder am Amazonas, Heuschrecken in Ostafrika – aber – bisher- nicht bei uns. Die Corona- Pandemie hält uns in unserem alltäglichen Lauf einfach an und zwingt uns neu zu bedenken: Was ist ein Menschenleben wert? Wie schützen wir uns und andere, nicht nur

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 97

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, wann haben Sie zuletzt einen Brief mit der Hand geschrieben? In Zeiten von Emails, Whatsapps und Twitter kommt das immer seltener vor – dennoch möchte ich Ihnen heute einen der berühmtesten Briefe der Musikgeschichte vorstellen, der in Alexander Puschkins Versroman „Eugen Onegin“ eine wichtige Rolle spielt. Puschkins Roman ist das russische Nationalgedicht schlechthin und diente Peter Tschaikowsky als Vorlage zu seiner wohl populärsten Oper. War es Ironie des Schicksals, dass Puschkin auf die gleiche Weise zu Tode kam wie der romantische Dichter Lenski in seinem bekanntesten Werk „Eugen Onegin“? Genau wie

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Ermutigungswort November

„Ein jegliches hat seine Zeit …“ sinniert der Prediger Salomo, und er zählt dann vieles auf: Geboren-Werden und Sterben, Pflanzen und Ausreißen, Weinen und Lachen, Klagen und Tanzen, Steine-Wegwerfen und Steine-Sammeln, Suchen und Verlieren – die Aufzählung enthält Positives und Negatives, Nützliches und Unnützes, Sinnvolles und Sinnloses. Das alles kommt vor, gibt es im Leben. Manchmal höre ich in diesen Worten, dass alles das aber auch nur seine Zeit hat, also auch irgendwann wieder vorbei ist. Je nachdem, ob es gute oder schwierige Zeiten waren, kann man darüber dann traurig oder erleichtert sein. Bei Beerdigungen nutze ich manchmal diese Verse,

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 96

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, für den heutigen Fest-Gottesdienst zum Reformationstag im Kaiserdom war ein großes musikalisches Fest geplant. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Wiedereinweihung nach der umfänglichen Restaurierung sollte neben einer Bach-Kantate auch Felix Mendelssohn Bartholdys fünfte Sinfonie, die sogenannte Reformations-Sinfonie, erklingen. Daher soll dieses großartige Musikstück im Mittelpunkt des heutigen Newsletters stehen.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 95

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, das heutige Musikstück habe ich auf sehr ungewöhnliche Art kennengelernt: In der Verfilmung von Erich Kästners „Das fliegende Klassenzimmer“ aus dem Jahr 1973 spielt es eine Schlüsselrolle – es ist der Moment der Wiederbegegnung zwischen dem Lehrer Dr. Johannes Bökh, genannt Justus (Joachim Fuchsberger), und Dr. Robert Uthoff, genannt der Nichtraucher (Heinz Reincke), die sich seit Jahrzehnten aus den Augen verloren hatten. So haben Sie dieses Stück bestimmt noch nicht gehört – die Musik setzt ein bei 59:10 und dauert eine knappe Minute: https://www.youtube.com/watch?v=0wXb4fmyWkI

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Start der Musikfilmreihe „Faszination Klassik“@Home ab 27. Oktober 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, vom 27. Oktober bis 17. November 2020 sollte die 10. Ausgabe unserer Musik-Filmreihe „Faszination Klassik“ in den Kammerlichtspielen Königslutter stattfinden. Aufgrund der aktuellen Situation ist dies jedoch leider nicht durchführbar, es würde nur eine sehr begrenzte Platzzahl zur Verfügung stehen. Deshalb möchten wir Ihnen in diesem Jahr eine Alternative für zuhause anbieten: „Faszination Klassik“@Home.

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