Ev. – luth. Propstei Königslutter

3. Ökumenischer Kirchentag: Chance verantwortungsvoll nutzen.

 

In seiner Sitzung am 18.9.2020 hat das Gemeinsame Präsidium des 3. Ökumenischen
Kirchentages bestätigt, dass der ÖKT in Frankfurt vom 12. bis 16. Mai 2021 stattfinden soll.
Das Format wird an die aufgrund von Corona veränderten Rahmenbedingungen angepasst.

3. Ökumenischer Kirchentag bietet einzigartige Möglichkeit

Gerade in Krisenzeiten sind Begegnung, Dialog und Gemeinschaft wichtig für den
gesellschaftlichen Zusammenhalt – davon sind die Veranstalter, der Deutsche Evangelische
Kirchentag und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken, fest überzeugt. Der
katholische Präsident Prof. Dr. Thomas Sternberg betont: „Die Auswirkungen von Corona
verändern die Welt. Mit einer neuen Form des ÖKT haben wir die Chance darauf zu
reagieren. Diese Chance wollen wir nutzen.“ Auch die evangelische Präsidentin Bettina
Limperg bekräftigt die Entscheidung: „Das Leitwort ’schaut hin‘ fordert ja dazu auf,
gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 84

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde der Kirchenmusik,
sehr gerne besuche ich Kinderkonzerte, weil ich immer auf der Suche bin nach guten Konzepten, um Kinder und Jugendliche für Klassische Musik zu begeistern.
Das Angebot ist in Deutschland in den letzten Jahren stark angestiegen, da jeder Veranstalter inzwischen wohl begriffen hat, dass ohne Musikvermittlung an die jüngere Generation kein neues Publikum mehr für Konzert und Oper heranwächst. Jedoch: Nicht immer gelingen Kinderkonzerte wirklich gut. Nichts ist schlimmer, als staubtrocken Musiktheorie zu vermitteln, Lebensdaten und Entstehungsgeschichte eines Werks herunterzuleiern, gelangweilte Orchestermusiker*innen auf der Bühne sitzen zu sehen und sie dabei beim lustlosen Musizieren zu beobachten. Das alles habe ich nicht nur einmal erlebt…

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 83

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
vor wenigen Tagen, am 26. September, wäre der Tenor Fritz Wunderlich 90 Jahre alt geworden. Wenige Tage vor seinem 36. Geburtstag verstarb der Sänger, seine stimmliche Meisterschaft und Größe aber überdauern bis heute. Bis heute gilt er als der wohl größte lyrische Tenor des 20. Jahrhunderts, der in seinen Interpretationen mit unmittelbarer Intensität und Wendigkeit sowie exzellenter Artikulation und betörend warmem Grundton in den Bann zog. Am 17. September 1966 verstarb Fritz Wunderlich auf dem Höhepunkt seiner Karriere an den Folgen eines Treppensturzes. Weiterlesen

Musik in schwierigen Zeiten-Folge 82

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
Pannen oder unerwartete Zwischenfälle können bei Live-Aufführungen manchmal zu unvergesslichen Erlebnissen für das Publikum werden – die „Tosca“-Aufführung in der Wiener Staatsoper vom 16. April 2016 ist so ein Beispiel. Der mit drei Weltstars besetzte Abend dauerte aus mehreren Gründen gut 15 Minuten länger als ursprünglich vorgesehen. Weiterlesen

Musik in schwierigen Zeiten-Folge 81

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik,

kennen Sie das Instrument „Arpeggione“? Das von Johann Georg Staufer 1823 erfundene Instrument wurde seinerzeit auch „Bogen-Gitarre“, „Guitarre-Violoncell“ oder „Guitarre d’amour“ genannt. Wahrscheinlich wäre dieser „Zwitter“ längst vergessen, hätte nicht Franz Schubert eine Sonate für den Arpeggione komponiert. Diese Sonate steht im Mittelpunkt des heutigen Newsletters. Der Arpeggione war der Versuch, die leichte Spielbarkeit der Gitarre mit der Klangpracht des Cellos zu verbinden: mit sechs Saiten und Bünden genauso wie eine Gitarre ausgestattet, wurde der Arpeggione aber wie ein Cello zwischen den Knien gehalten und mit dem Bogen gestrichen. Durchsetzen konnte es sich nicht, nur im Museum finden sich heute noch einzelne Instrumente, wie sie um das Jahr 1820 gebaut wurden. Der Musiker Vincenz Schuster war einer der wenigen begeisterten Spieler des Arpeggione: klanglich laut Zeitgenossen in der Höhe einer Oboe ähnlich und in der Tiefe einem Bassetthorn. Schuster war es wahrscheinlich auch, der Schubert 1824 um eine Sonate für den Arpeggione bat. Mit Schubert am Klavier hat er das Werk dann Ende desselben Jahres uraufgeführt. Den Untergang des Arpeggione konnte er dennoch nicht verhindern. Ich habe bei youtube jedoch tatsächlich einen Musiker entdeckt, der den 1. Satz von Schuberts Werk mit dem Arpeggione aufgenommen hat: Nicolas Deletaille, begleitet von Alain Roudier:

https://www.youtube.com/watch?v=do9UgdfwM5Q

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 80

Sehr geehrte Damen und Herren, schuld an der heutigen Newsletter-Ausgabe ist ein „Tatort“ aus dem Jahr 1977, den ich vor einigen Tagen wieder gesehen habe. Kommissar Haferkamp (Hansjörg Felmy) hatte es bei der Aufklärung des Mordes an einer Schülerin mit einem Lehrer als Tatverdächtigen zu tun. Dieser Lehrer, dargestellt von Jürgen Prochnow, hatte eine besondere Liebe zur Jazz-Musik, und somit tauchte wiederholt in dieser Folge ein legendäres Miles-Davis-Album auf: „Sketches of Spain“. https://www.youtube.com/watch?v=CsWidlDldVk Weiterlesen

Musik in schwierigen Zeiten-Folge 78

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde der Kirchenmusik,

bis heute gehört es zu den populärsten Musikstücken der Romantik: Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 g-moll op. 26. Manchmal kann ein Stück allerdings auch zu beliebt sein – sehr zum Ärger beispielsweise von Max Bruch. Denn alle Welt interessiert(e) sich nur für dieses Werk, seine weiteren Violinkonzerte werden nur äußerst selten aufgeführt.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 77

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde der Kirchenmusik,

bis heute gehört es zu den populärsten Musikstücken der Romantik: Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 g-moll op. 26. Manchmal kann ein Stück allerdings auch zu beliebt sein – sehr zum Ärger beispielsweise von Max Bruch. Denn alle Welt interessiert(e) sich nur für dieses Werk, seine weiteren Violinkonzerte werden nur äußerst selten aufgeführt.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 76

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde der Kirchenmusik,
ohne Zweifel gehört Robert Schumanns Klavierkonzert a?moll zu den bedeutendsten Klavierkonzerten der Romantik. Die Idee und erste Skizzen zu diesem Werk
stammen aus dem Jahr 1833. In einem Brief an seinem späteren Schwiegervater Friedrich Wieck schreibt er: „Ich denke mir das Klavierkonzert müsse aus C?Dur oder a?Moll gehen“. 1841 entstand schließlich die einsätzige „Phantasie für Klavier und Orchester a-moll“, die jedoch bei keinem Verleger Anklang fand. Weiterlesen

Musik in schwierigen Zeiten-Folge 75

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
seit Monaten erreicht mich wiederholt die Nachfrage, ob nicht auch Udo Jürgens einmal in diesem Newsletter vertreten sein dürfte – für die heutige 75. Folge gebe ich mich gerne geschlagen und stelle Ihnen eine besondere Komposition des Sängers vor, die 1979 entstand und sogar zu einer Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern führte. In einer Zeit, in der Crossover noch ein Fremdwort war, ist diese Kombination wirklich ungewöhnlich, zumal sie vom Chef der Philharmoniker höchstpersönlich abgesegnet wurde: Herbert von Karajan.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 74

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
Samstag, 19. April 2014, 16:00 Uhr in der Berliner Philharmonie: Wie so oft bin ich am Ostersamstag nachmittags Gast bei den Festtagen der Staatsoper Unter den Linden. An diesem Tag war die Vorfreude besonders groß: Nach vielen Jahren gaben Martha Argerich und Daniel Barenboim, beide gebürtige Argentinier und seit Kindertagen miteinander bekannt, wieder einmal einen Klavierabend zu vier Händen. Die Spannung im Publikum war kurz vor Konzertbeginn praktisch mit den Händen greifbar, der Saal war restlos ausverkauft, auch zusätzliche Podiumsplätze waren bis auf den letzten Platz gefüllt.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 70

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
viel zu selten sind Deutschland große englische Chorwerke zu hören. Warum auch immer Mendelssohns „Elias“, Haydns „Schöpfung“ und Händels „Messias“ so leicht die Herzen der Zuhörer erobern, dies dagegen einem Stück wie Elgars „Dream of Gerontius“ nur selten gelingt, gehört für mich zu den großen Merkwürdigkeiten des Musiklebens. Ich versuche es heute trotzdem: Diese Newsletter-Ausgabe ist William Waltons „Belshazzar’s Feast“ gewidmet:

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 68

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
bei vielen Komponisten wird man wohl nie fertig werden, das Gesamtwerk zu entdecken, speziell in der Barockzeit gibt so viele Werke, die teilweise über Jahrhunderte in Archiven und Bibliotheken vor der Öffentlichkeit verborgen blieben. Und immer wieder gibt es Musikwissenschaftler und Sängerpersönlichkeiten wie Cecilia Bartoli oder Philippe Jaroussky, die so manches Musikjuwel wiederentdeckten und in Konzerten oder Aufnahmen präsentierten.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 67

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,effektvolle Klaviervirtuosität, einen genialen Mix aus russischer Romantik, Neoklassik und banaler Music-Hall-Melodik, mutige Experimente, Persiflage und Karikatur diverser musikalischer Richtungen – all das bietet auf gut 20 Minuten das erste Klavierkonzert von Dmitri Schostakowitsch, das ich Ihnen heute Ihnen empfehlen möchte. Der Finalsatz ist hier schon einmal mit Yuja Wang und dem Concertgebouworkest Amsterdam unter der Leitung von Mariss Jansons zu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=ytAgkVueTNs

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 66

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
in den letzten Tagen haben mich während der Autofahrten zwei CD-Neuanschaffungen begleitet. Da ich immer wieder auf der Suche nach ungewöhnlichen Lied-Zusammenstellungen bin, bin ich hier in besonderer Weise fündig geworden: Mit den beiden Konzeptalben „Stille und Nacht“ und „Fremde Heimat“ hat der junge österreichische Bariton Rafael Fingerlos zwei großartige und klug zusammengestellte Aufnahmen vorgelegt.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 65

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
unter den zahlreichen Opern von Wolfgang Amadeus Mozart zählt „Die Hochzeit des Figaro“ zu den wichtigsten Werken des Salzburger Komponisten. Sie wirbelt die Beteiligten durch einen Sturm von Ereignissen: Figaro, Kammerdiener des Grafen Almaviva, möchte seine geliebte Susanna, Zofe der Gräfin, heiraten, ohne dass der Schürzenjäger Graf Almaviva sie zuvor verführen kann. Weiterlesen

Musik in schwierigen Zeiten-Folge 64

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,

zu den letzten Opernbesuchen, die für mich vor dem Lockdown noch möglich waren, zählte Richard Strauss‘ Oper „Der Rosenkavalier“ in der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Inszeniert von André Heller, dirigiert von Zubin Mehta und besetzt mit einem erstklassigen Sängerensemble zählt dieser Besuch zu den echten Highlights meiner zahlreichen Konzertbesuche.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 63

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
egal, ob am See oder mitten in den Bergen: die Sommer verbrachte Johannes Brahms am liebsten auf dem Land. Stundenlang ging er spazieren und schaffte, fernab alltäglicher Pflichten, Platz für neue Ideen. 1886 zog es ihn nach Thun, einer kleinen Stadt in der Schweiz. Umgeben von Wiesen und Bergen und mit Blick auf den Thuner See entstanden viele neue Ideen, auch die zu seiner dritten und letzten Sonate für Violine und Klavier. Weit weg von Wien schien Brahms hier nicht nur Kraft zu sammeln, sondern auch eine seiner kreativsten Wochen des Jahres zu verbringen. Denn neben den ersten Takten zu seiner letzten Violinsonate entstanden auch zahlreiche andere Werke, die er z.T. erst Jahre später vollendete. Auch bis zur Veröffentlichung seiner Violinsonate d-Moll vergingen zwei Jahre.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 61

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,

viele Musikfestivals sind in diesem Jahr abgesagt worden – die traditionsreichen Salzburger Festspiele finden aber statt, wenn auch mit deutlich weniger Programmpunkten als geplant. 2020 ist das große Jubiläumsjahr, vor 100 Jahren fanden sie erstmals statt, initiiert von Max Reinhardt, Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss. Zu den Konzerthöhepunkten des letzten Jahres zählte ohne Zweifel das Konzert des West Eastern Divan Orchestras unter der Leitung von Daniel Barenboim, Solistin war Martha Argerich. Auf dem Programm stand eines ihrer Paradewerke: Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 60

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde der Kirchenmusik,

der folgende Film ist Schuld an einer der größten Pianistenkarrieren der vergangenen Jahre:

https://www.youtube.com/watch?v=QpEfHVFilRc

Starpianist Lang Lang kam durch Zeichentrickfilme zur klassischen Musik. Als kleiner Junge habe er auf diese Art zum ersten Mal Franz Liszt gehört, sagte er nun dem Magazin Rolling Stone: „Ich sah im Fernsehen eine Episode von „Tom & Jerry“, in der die Katze Franz Liszts Ungarische Rhapsodie Nr. 2 spielt – und natürlich von der Maus geärgert wird“, so der Pianist im Interview. Die Erfahrung habe sein Interesse für klassische Klaviermusik geweckt.

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Musik in schwieriegen Zeiten-Folge 59

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,

zu meinen ersten Konzerterlebnissen zählte Ende der Achtziger Jahre ein Abend mit Canadian Brass im NDR-Funkhaus Hannover. Das hervorragende Blechbläserquintett begeisterte bereits damals weltweit das Publikum. Zu einer Zeit, als  „Crossover“ noch ein Fremdwort war, spielten sie bereits alles, was ihnen unter die Finger kam: Vivaldis Vier Jahreszeiten, Opernparodien, Beatles-Titel, Musik aus der Renaissance, Spirituals und vieles mehr.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 58

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
der Opernspielplan ist an vielen Theatern manchmal schon kurios. Die beliebteste Oper im Dezember ist auf vielen Bühnen immer noch Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“, obwohl im gesamten Märchen nicht eine einzige Schneeflocke fällt. Und die Oper, in der man sich wahre Schneeballschlachten liefern könnte (die Handlung spielt in den ersten beiden Akten am Heiligen Abend), ist auch in den wärmsten Sommermonaten immer wieder zu erleben.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 57

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
zu den Sängern, die mich schon seit vielen Jahren begeistern, gehört der englische Tenor Ian Bostridge. Mein erstes Konzert mit ihm war für mich ein unvergesslicher Abend: Schuberts „Winterreise“ mit dem Pianisten Leif Ove Andsnes im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie. Mittlerweile habe ich drei weitere „Winterreisen“ und verschiedene Konzertprogramme mit ihm erlebt und gestehe aus vollem Herzen: Diese Stimme macht mich süchtig – besonders für die Werke von Benjamin Britten ist er mich der ideale Interpret.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 55

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,

drei prominente Musiker, die gemeinsam von Zeit zu Zeit auch ein weltweit begehrtes Klaviertrio bilden, stehen im Mittelpunkt des heutigen Newsletters: Martha Argerich, Gidon Kremer und Mischa Maisky. 1998 fanden sich die drei wieder einmal in Japan zusammen – und im Konzertsaal war nicht nur ein begeistertes Publikum anwesend, sondern auch die Aufnahmemikros der Deutschen Grammophon. Das Konzert bestand aus Dmitri Schostakowitschs Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67 und Peter Tschaikowskys Klaviertrio a-Moll op.50.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 54

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,

im Dezember 2019 starb der Dirigent Mariss Jansons. Viele Jahre war er Chefdirigent des Concertgebouworkest Amsterdam, parallel bis zu seinem Tod auch noch beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Wie bedeutend der Verlust dieses außerordentlichen Musikers ist, zeigen die zahlreichen Nachrufe. Auffallend ist vor allem, dass man in Zeiten, in denen „bad news“ eigentlich „good news“ bedeuten, nichts dergleichen zu lesen bekam. Musiker auf der ganzen Welt sprechen voller Hochachtung von diesem Dirigenten, der regelmäßig auch die Wiener und die Berliner Philharmoniker dirigierte. Ich selbst verdanke ihm unvergessliche Konzerterlebnisse, zuletzt noch im Januar 2019 mit den Berliner Philharmonikern.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 53

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,

sehr herzlich grüße ich Sie ab heute aus dem Urlaub, den ich wie so oft auf einer Nordseeinsel verbringe. Auf der Suche nach einem passenden Stück zum Urlaubsbeginn hätte ich Ihnen gerne eine Vertonung meiner Insel geschickt – wenn es denn eine geben würde. Aber immerhin: Wer sucht, der findet eine Alternative;
und somit stelle ich Ihnen heute mit großer Freude eine absolute Rarität vor: „Helgoland“ von Anton Bruckner.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 52

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,

„Operette sich, wer kann“ war viele Jahre ein Lebensmotto von mir – zu viele schlechte Inszenierungen von Operetten haben bei mir oft Fassungslosigkeit darüber ausgelöst, dass man dieses Genre nicht Ernst genug nimmt und zum Teil haarsträubend schlecht auf deutschen Bühnen inszeniert – selbst in diesem Jahr musste ich das noch so erleben. Seit einigen Jahren gibt es aber endlich auch wieder Spitzeninszenierungen (allen voran an der Komischen Oper Berlin), und dann begreift man schnell, warum in früheren Jahrzehnten diese Werke zu großen Publikumserfolgen wurden.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 51

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,

unerwartet wurde ich vor knapp zwei Wochen überrascht. Ein musikalischer Gruß, verbunden einem Dank für diese Newsletter-Reihe, war am Samstagvormittag im Sendegebiet von NDR Kultur in der Sendung „Klassik auf Wunsch“ zu hören. War schon diese Überraschung geglückt, so bin ich nach knapp zwei Wochen danach vor allem darüber erstaunt, wer mich seitdem bereits auf diese Sendung angesprochen hat. Die begeisterte Newsletter-Empfängerin wählte ein Musikstück, auf das ich ebenfalls schon seit Wochen hinweisen möchte – heute ist es soweit: Samuel Barbers „Adagio for Strings“.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 50

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,

die heutige 50. Ausgabe habe ich für ein besonderes Stück reserviert: Johann Sebastian Bachs Passacaglia und Fuge c-Moll BWV 582. Über dieses Stück ist soviel geschrieben worden, dass ein Newsletter gar nicht ausreichen kann, um dem Werk gerecht zu werden – hier nur die wichtigsten Infos:

Das Werk stammt aus Bachs Weimarer Zeit, die von 1708 bis 1717 seine erste große Schaffensphase markierte. In Weimar beschäftigte er sich erstmals intensiv mit der Konzert-Gattung.Vor allem an der von Ludwig Compenius gebauten Orgel in der Schlosskirche setzte er all seine kühnen Ideen in die Praxis um.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 49

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,

ein Werk, das ich sehr liebe und selber schon oft spielen und dirigieren durfte, ist das Konzert für Orgel, Streicher und Pauken g-Moll von Francis Poulenc.

„Es mag sein, dass nicht alle Musiker an Gott glauben; an Bach jedoch alle“, so lautet ein berühmt gewordenes Zitat des Komponisten Mauricio Kagel. Für Francis Poulenc trat der Glauben erst spät ins Leben. 1936 wandte sich der fast vierzigjährige französische Pianist und Komponist aufgrund schicksalhafter Erfahrungen dem katholischen Glauben zu; anschließend schuf er zahlreiche geistliche Werke und thematisierte christliche Themen auch in seinen Bühnenwerken, etwa der Oper „Dialogues des Carmélites“ (1957), die als eines der wichtigsten Musiktheater-Werke des 20. Jahrhunderts gilt.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 48

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
große Klassik erklang am 30. April 1994 in Helmstedt: An diesem Tag spielte das Orchester der Kreismusikschule Helmstedt Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 in der Aula des Juleum. Der Solist hat damals wie erwartet seine Sache ausgezeichnet gemacht, einer der Hornisten ist heute Mitglied der Staatskapelle Berlin, und für den damaligen Pauker hat es viele Jahre später immerhin zum Propsteikantor gereicht.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 47

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde der Kirchenmusik,
heute möchte ich Ihnen ein Werk vorstellen, das zu den ersten klassischen Musikstücken zählt, mit denen ich als Jugendlicher in Berührung gekommen bin: Die Zigeunerweisen von Pablo de Sarasate.

Unter den Musikern des 19. Jahrhunderts war Pablo de Sarasate ein wahres Glückskind. Glaubt man seinen Biografen, gab es bei ihm kein Ringen mit dem Schicksal, keine demütigenden Buhrufe, keine finanziellen Schieflagen, keine Flaute der künstlerischen Inspiration. Vielmehr bildete sein ganzes Virtuosenleben eine Kette von Erfolgen. Die Zigeunerweisen op. 20 entstanden 1878 auf dem Gipfelpunkt seines Ruhms und werden bis heute gern in einem Atemzug mit dem Namen ihres Schöpfers genannt.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 46

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
nicht das Endergebnis, sondern der Weg zum Ziel steht heute im Mittelpunkt: Eine gelungene, mitreißende Aufführung eines Musikstücks entsteht nur, wenn zuvor ausführlich geprobt wurde. Ich lade Sie heute zu einer besonderen Orchesterprobe ein, zuvor aber das Endergebnis – es ist eines der bekanntesten Stücke aus Edvard Griegs „Peer-Gynt-Suiten“: „In der Halle des Bergkönigs“, hier gespielt vom Oslo Philharmonic unter der Leitung von Vasily Petrenko:

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 45

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
für Folge 39 hatte ich vor zwei Wochen Richard Strauß‘ sinfonische Dichtung „Aus Italien“ ausgewählt. Daran thematisch anknüpfend möchte ich Ihnen heute einen Komponisten vorstellen, der seine Wahlheimat Rom gleich in mehreren Werken in monumentale Klangbilder verwandelt hat. Gegen das Finale aus Ottorino Respighis „Pini di Roma“ (Die Pinien von Rom) ist Verdis berühmter Triumphmarsch aus der Oper „Aida“ beinahe ein läppisches Stück – zu sehen im folgenden Link mit Georges Prêtre und dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart:

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 43

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
wenn ein Musiker heiratet, kann es schon einmal zu einem musikalischen Hochzeitsgeschenk kommen. Und wenn sich unter den Hochzeitsgästen auch noch ein Komponist befindet, haben noch Jahrhunderte später Millionen von Menschen Freude an diesem Geschenk – so geschehen anlässlich der Hochzeit des Violinvirtuosen Eugène Ysaye. Zu diesem Anlass schrieb César Franck 1886 seine einzige Violinsonate, Ysaye spielte sie fast prima vista („vom Blatt“) an seiner Hochzeitsfeier.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 42

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,im Januar kam es zu einer denkwürdigen Begegnung: Die Wiener Philharmoniker hatten einen der größten Filmmusik-Komponisten eingeladen, um ein Konzert mit seinen eigenen Werken zu dirigieren: John Williams, der die Musik zu Filmklassikern wie „Star Wars“, „E. T.“, „Der weiße Hai“ und „Indiana Jones“ schrieb.

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Musik ins schwierigen Zeiten-Folge 38

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,

1978 besang der holländische Showmaster Rudi Carrell einen großen deutschen Dichter: „Goethe war gut“ – und ich möchte ergänzen, dass der französische Komponist Paul Dukas einen berühmten Goethe-Text wunderbar in Musik verwandeln konnte. 1897 entstand sein sinfonisches Scherzo „Der Zauberlehrling“, das ich Ihnen heute empfehlen möchte.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 37

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
von Antonin Dvoráks neun Sinfonien ist die letzte seine bekannteste geworden – die Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ gehört zu den populärsten Werken der klassischen Orchesterliteratur. In der Anzahl der Aufführungen schlägt sie alle anderen Dvorák-Sinfonien um deutliche Längen. Doch was ist mit den anderen acht Sinfonien? Nr. 1 bis 6 hört man sehr selten – sehr schade, denn sie verdienen es, viel häufiger gespielt zu werden -, Nr. 7 hin und wieder und deutlich häufiger schon Nr. 8. Die achte Sinfonie möchte ich Ihnen heute vorstellen.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 36

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
wenn der Begriff „Volksmusik“ fällt, fallen mir leider immer noch zuerst negative Assoziationen ein; zu lange war dieser Begriff für mich mit Sendungen wie „Musikantenstadl“ oder „Frühlingsfest der Volksmusik“ besetzt; Mitklatschen, Massenschunkeln, musikalisch einseitige Herz-Schmerz-Stimmung und aufgesetzte Fröhlichkeit rücken den Bereich Volksmusik eher in eine Karnevalsveranstaltung – beides meide ich auch weiterhin gerne.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 35

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
was wäre der 1. Januar ohne das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker? Zugegeben: Es fällt leicht, mit einem Strauß-Walzer beschwingt ins neue neue Jahr zu starten. Der Walzer, den ich Ihnen heute vorstellen möchte, ist allerdings weit entfernt von Wiener Walzerseligkeit.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 33

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
Schubladendenken gab und gibt es immer wieder – besonders aber noch bis zu Beginn der 1990er Jahre im Bereich der Klassischen Musik. Ein Dirigent hatte ernst, streng und seriös zu sein, Humor war oftmals ein Fremdwort, der Frack war Berufskleidung und es galt bereits als anrüchig, sich auch für Operette zu begeistern – Musicals, Film- oder Popmusik waren Todesurteile im Ansehen konservativer Musikliebhaber, „Crossover“ war damals nicht einmal ein Fremdwort, es existierte schlichtweg noch nicht.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 32

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,

unter den rund 600 Liedern von Franz Schubert ragt eines aufgrund seiner Besetzung besonders heraus: „Der Hirt auf dem Felsen“ entstand 1828 in seinem letzten Lebensjahr, neben Singstimme und Klavier ist die Klarinette noch als obligat geführtes Solo-Instrument beteiligt.

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Ein gesegnetes Pfingstfest !

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Besucher*innen,

zu Pfingsten feiern wir den Geburtstag der Kirche. Normalerweise würden wir mit vielen Menschen unterwegs sein und im Freien feiern. In dieser Zeit fällt alles ein wenig bescheidener aus, wenn gleich unsere Gemeinde wunderbare Ideen für die Gottesdienste haben!

In der Pfingsterzählung in der Apostelgeschichte lesen wir einen Satz: „ Dieses Wort traf die Zuhörer mitten ins Herz und sie fragten Petrus und die anderen Apostel: »Brüder, was sollen wir tun?« Weiterlesen

Musik in schwierigen Zeiten-Folge 31

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,

zum diesjährigen Pfingstfest soll Ludwig van Beethoven als Liedkomponist im Mittelpunkt stehen. Zu den bekanntesten Werken zählt hier der Liederzyklus „An die ferne Geliebte“ op. 98, der zugleich als erster Liederzyklus der Musikgeschichte gilt. Die sechs Lieder sind zu einer Einheit verbunden, sie gehen durch Klavierzwischenspiele nahtlos ineinander über. „An die ferne Geliebte“ wurde 1816 veröffentlicht und bedeutete einen entscheidenden Vorstoß zum romantischen Liederkreis, der später besonders durch Franz Schubert und Robert Schumann geprägt wurde. Weiterlesen

Musik in schwierigen Zeiten-Folge 30

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
zu den schönsten Solokonzerten der Romantik zählt für mich das Klarinettenkonzert Nr. 1 f-Moll op. 73 von Carl Maria von Weber. Es entstand quasi „im Auftrag seiner Majestät“: Max Josef, König von Bayern, bestellte 1811 zwei Klarinettenkonzerte bei Carl Maria von Weber, die vom Hofklarinettisten Heinrich Baermann uraufgeführt wurden. Für die Klarinettisten zählen Webers Konzerte zu den attraktivsten Stücken des Repertoires: Romantische Atmosphäre, berührende Gesanglichkeit und eine große Portion Virtuosität sind kennzeichnend für das f-Moll-Konzert.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 28

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.

Mit diesen Worten beginnt einer der schönsten und beliebtesten Liederzyklen der Romantik: Robert Schumanns Dichterliebe op. 48. Der Zyklus entstand 1840 aus Heinrich Heines „Lyrischem Intermezzo“, einer Sammlung von 65 Gedichten. In diesem Jahr konnte Schumann nach langen, Nerven aufreibenden Querelen mit seinem ehemaligen Lehrer Friedrich Wieck endlich dessen Tochter, die Pianistin Clara Wieck, heiraten.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 27

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
für den heutigen Feiertag fällt meine Wahl auf ein Werk von Johann Sebastian Bach: Das Himmelfahrtsoratorium BWV 11 „Lobet Gott in seinen Reichen“, das für die  Festtage des Kirchenjahres 1734/35 neben dem Weihnachtsoratorium als weiteres repräsentatives Werk entstand. Obwohl sich das Oratorium in seinen Dimensionen und seinem Charakter an die übrigen Kantaten Johann Sebastian Bachs anlehnt, nimmt es durch die epische Textgrundlage, in die ein biblischer Bericht miteinbezogen ist, eine Sonderstellung ein. Besonders die festliche Anlage und Instrumentation des Eröffnungs- und Schlusschores gibt die triumphale Freude über Christi Himmelfahrt wieder.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 26

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde der Kirchenmusik,

Joseph Haydns Sinfonie Nr. 88 G-Dur wird in meinem Leben immer eine besondere Rolle spielen. Zwei Erlebnisse mit diesem Stück möchte ich mit Ihnen heute teilen.
Sehr oft hört man folgende Fragen: Was macht eigentlich ein Dirigent? Braucht ein Orchester überhaupt einen Dirigenten? Ist er nicht komplett überflüssig, da die Klänge doch durch die Musiker entstehen?

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 25

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,

heute wird es südamerikanisch: Im Jahr 2004 riefen die Bamberger Symphoniker den Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb ins Leben, der erste Preisträger hieß Gustavo Dudamel. Seitdem hat der 1981 geborene venezolanische Senkrechtstarter der internationalen Musikszene eine Karriere hingelegt, die ihresgleichen sucht. Dank seines musikalischen Temperaments, seiner Sachkenntnis als Orchesterleiter und seines persönlichen Charmes erwarb sich Dudamel nicht nur in Windeseile den Ruf als einer der gefragtesten Dirigenten der jüngeren Generation, sondern gewann auch Größen wie Sir Simon Rattle, Daniel Barenboim oder Claudio Abbado für die Arbeit mit „seinem“ Orchester: dem Simón Bolívar Youth Orchestra of Venezuela. Mittlerweile ist Gustavo Dudamel seit 2009 Chefdirigent des Los Angeles Philharmonic und dirigiert regelmäßig als Gast u. a. die Wiener und die Berliner Philharmoniker.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 24

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,

die heutige Ausgabe könnte den Titel „Ein Amerikaner in Paris“ tragen – und damit ist nicht George Gershwins gleichnamiges Orchesterwerk gemeint, sondern die simple Tatsache, dass Sie heute einem berühmten amerikanischen Dirigenten bei einem Gastspiel in Paris über die Schulter schauen können.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 23

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,

Millionen Menschen tun es immer wieder: Woche für Woche spielen sie Lotto, um am Samstagabend mehrheitlich festzustellen, dass das Glück nicht mit ihnen war. „6 aus 49“ klappt nur in den seltensten Fällen. Ich lade Sie heute ein, eine sichere Alternative mit Erfolgsgarantie auszuprobieren: Bei „5 aus 555“ sind ausschließlich Treffer dabei:

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Information zu den Konzerten

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,

das Corona-Virus hat leider auch die Kirchenmusik in den letzten Wochen nahezu außer Kraft gesetzt: Bis zu den Sommerferien sind momentan alle Konzerte abgesagt, wie es nach den Sommerferien weitergehen kann, lässt sich momentan noch nicht verbindlich abschätzen. Chor- und Ensembleproben sind weiterhin nicht möglich, und was besonders ins Herz trifft: Auf Singen im Gottesdienst muss zur Zeit bis auf weiteres verzichtet werden.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 21

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
heute vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Welche Worte man auch immer wählt: Sie können niemals das Leid erfassen, das Menschen durch Menschen erfahren haben. Wenn wir für einen Moment Covid-19 aus unserem Alltag ausblenden, dürfen wir heute zunächst einmal dankbar sein, dass wir in Frieden leben dürfen. Und gleichzeitig tragen wir alle dafür Verantwortung, dass die Jahre von 1933 bis 1945 niemals in Vergessenheit geraten und sich niemals wiederholen dürfen.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 20

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
heute benötige ich ein paar Zeilen mehr, um zur eigentlichen Empfehlung zu kommen: Ein Werk, das lange Zeit in Vergessenheit geriet und auch heute nur äußerst selten aufgeführt wird, entstand als Gemeinschaftskomposition von dreizehn(!!!) italienischen Komponisten und wurde von Giuseppe Verdi initiiert: Die „Messa per Rossini“.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 19

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
wenn ich Ihnen heute Musik aus Skandinavien ankündige, denken viele von Ihnen sofort an Edvard Grieg und hoffen auf die „Morgenstimmung“ aus der Peer-Gynt-Suite Nr. 1. Nein, dieses Stück soll es heute nicht sein – vielmehr möchte ich Ihnen heute den Komponisten Johan Halvorsen (1864 – 1935) vorstellen: Der Norweger gehörte zu den reisenden Geigen-Virtuosen in der Tradition Paganinis. Von 1899 bis 1929 war er Chefdirigent am Nationaltheater in Kristiania, als Komponist steht er in der Tradition Edvard Griegs und Johan Svendsens. Nach seiner Pensionierung widmete sich Halvorsen stärker als zuvor der Komposition musikalischer Werke, die in der nationalromantischen Tradition seines Heimatlandes stehen. Bekannt sind vor allem seine drei großen Sinfonien und seine Norwegischen Rhapsodien.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 18

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde der Kirchenmusik,
heute ist der 1. Mai – kein anderer Monat ist so häufig in Liedern besungen worden, und bestimmt fallen Ihnen auch gleich mindestens fünf Volkslieder zu diesem Monat ein. Eines der bekanntesten, das einen sehr prominenten Komponisten hat und unter einem ganz anderen Titel bekannt ist, habe ich für Sie heute als musikalischen Appetizer für ein anderes Werk ausgewählt: „Sehnsucht nach dem Frühling“ von Wolfgang Amadeus Mozart:

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 17

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
es gibt Werke, die für einen Musiker wahrhaftig schweißtreibend sein können – aber es gibt auch Stücke, bei denen man schon als Zuhörer ins Schwitzen geraten kann. Für mich zählt hierzu eine der bekanntesten Klaviersonaten Ludwig van Beethovens: Die Sonate Nr. 23 f-moll op. 57, allgemein als „Appassionata“ bekannt.

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Gottesdienste am 10.05.2020

Die Kirchen der Propstei Königslutter sind am Sonntag von 10-12.00 Uhr zum Stillen Gebet geöffnet. Ausnahme Bienrode: 9.30-10.30 Uhr.

Der Pfarrverband Lelm bietet um 10 Uhr einen Onlingottesdienst im YouTube-Kanal des Pfarrverbands an.

Um 10.30 Uhr findet in der Heilig-Kreuz Kirche in Flechtorf ein Gottesdienst statt.

In Kürze erhalten Sie weitere Termine für den Monat Mai.

Alles Gute bis dahin !

Musik in schwierigen Zeiten-Folge 16

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
bestimmt kennen Sie alle das Spiel „Die Reise nach Jerusalem“ – aber kennen Sie auch „Die Reise nach Reims“? Ein Buch des ehemaligen Wiener Staatsoperndirektors Claus Helmut Drese („Im Palast der Gefühle“) ist Schuld daran, dass ich in den letzten Tagen mehrfach an dieses Werk erinnert wurde. Ihm ist es zu verdanken, dass Claudio Abbado 1986 Musikdirektor der Wiener Staatsoper wurde. Einer der größten Erfolge in Abbados Wiener Zeit, die 1991 endete, war Rossinis Oper „Il viaggio a Reims“.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 15

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde der Kirchenmusik,
eine Nachricht dieser Woche zeigt, dass auch das beinahe Undenkbare zur Realität werden kann: Das diesjährige Münchner Oktoberfest wurde am Dienstag abgesagt. Was hat das nun mit „Musik in schwierigen Zeiten“ zu tun, denn Sie werden als Musikempfehlung an dieser Stelle mit Sicherheit keine Blaskapelle von mir erwarten? Nun, diese Reihe lebt u. a. auch von musikalischen Überraschungen – und eine solche Repertoire-Rarität erwartet Sie heute. Aus einem der wohl ungewöhnlichsten Werke der Celloliteratur empfehle ich Ihnen heute gerne den Schlusssatz „Finale alla marcia“ aus Friedrich Guldas Konzert für Violoncello und Blasorchester.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 14

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde der Kirchenmusik,
normalerweise ist Freitag Fischtag – aber warum nicht schon einmal der Zeit voraus sein und schon heute genießen? Sehr gerne serviere ich Ihnen und Euch heute als Vorspeise Forelle nach Schubert-Art:
Von selbst wäre Franz Schubert vielleicht nie auf die Idee gekommen, sein Lied „Die Forelle“ in ein Quintett für Klavier und Streicher zu verwandeln. Es war ein Kammermusikmäzen aus Steyr (Bergwerksdirektor Sylvester Paumgartner), der Cello spielte, das Lied besonders liebte und dem Komponisten Besetzung und Anlage des Quintetts samt Variationenthema vorgab. Daraus entstand ein Welthit der Kammermusik, der bis heute jedes Publikum begeistert: Das Klavierquintett A-Dur D 667, das man eigentlich nur als Forellenquintett kennt.
Eine Aufführung dieses großartigen Werkes, die vor mehr als 50 Jahren in der neu eröffneten Queen Elizabeth Hall in London stattfand, hat Musikgeschichte geschrieben: 1969 hatten sich fünf junge Musiker für ein Konzert zusammengefunden, die alle auf dem Weg zur Weltspitze waren (und dort bis auf die viel zu früh verstorbene Jacqueline du Pré noch heute stehen):
Itzhak Perlman – Violine
Pinchas Zukerman – Viola
Jacqueline du Pré – Violoncello
Zubin Mehta – Kontrabass
Daniel Barenboim – Klavier
Der vierte Satz dieses Quintetts (Tema con variazioni) greift das Liedthema auf – Sie hören ihn in dieser Luxusbesetzung, um die sich heute noch die Konzertagenten aller Welt reißen würden, im folgenden Link als Hauptgang:

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 13

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde der Kirchenmusik,
zu den begehrtesten Berufen in diesen schwierigen Zeiten gehört von Tag zu Tag mehr der Friseur. Um Ihnen die Wartezeit bis zu Ihrem nächsten Besuch ein wenig zu verkürzen, habe ich für Sie heute den prominentesten musikalischen Vertreter dieser Berufsgattung ausgewählt: Rossinis „Barbier von Sevilla“, der mit seiner Auftrittsarie im folgenden Link beim Fest des Prinzen Orlofsky auch einmal außerhalb der normalen Öffnungszeiten seiner Tätigkeit nachkommt:

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Musik in schwierigen Zeiten- Folge 12

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,wenn es darum geht, Kinder und Jugendliche an klassische Musik heranzuführen, ist Sergej Prokofieffs „Peter und der Wolf“ noch heute ein dankbares Stück, quasi der Klassiker in Kinderkonzerten. Heute möchte ich Ihnen ein Stück vorstellen, das diese Aufgabe in ebenso großartiger Weise erfüllt, aber nicht ganz so bekannt ist wie Prokofieffs Meisterwerk: Benjamin Brittens „The young person‘s guide to the orchestra“.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 11

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
ein besonders schwungvolles Stück in einer ungewöhnlichen Bearbeitung steht im Mittelpunkt der 11. Folge: Die Gigue aus der Französischen Suite Nr. 5 G-Dur BWV 816 von Johann Sebastian Bach, oft zu hören als Cembalo- bzw. Klavierstück.
Heute stelle ich Ihnen sehr gerne einen Musiker vor, der momentan als schillerndster Organist der Welt gilt: Cameron Carpenter, 1981 geboren in Pennsylvania. In der Szene gehört er zu den Paradiesvögeln – immer wieder wechselnde Haarschnitte und Haarfarben, sowie auffällige Outfits. Aber nicht nur äußerlich polarisiert der Organist, sondern auch mit seinem Spiel. Für ihn ist jede Art von Musik für das Orgelspiel geeignet – sein Repertoire reicht von Klassik bis Pop.

Jahrelang entwickelte er zusammen mit der Traditions-Orgelbaufirma Marshall & Ogletree eine Orgel, die all seine bisherigen Wünsche vereint: The International Touring Organ – ein Instrument, das an keinen bestimmten Ort gebunden ist. Es entstand eine transportable Orgel, in die er mit Hilfe von Sponsoren über 1,2 Millionen Dollar investierte. Der Transport dieses außergewöhnlichen Musikinstrumentes bedarf 2-3 Lastwagen und zwei Vollzeit-Techniker. Der Aufbau kann bis zu drei Stunden in Anspruch nehmen.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 10

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
zum diesjährigen Osterfest grüße ich Sie und Euch herzlich mit einer kleinen Jubiläumsausgabe – es ist bereits die 10. Folge, und sie fällt natürlich festlich-österlich und etwas ausführlicher als sonst aus.
Für alle, die heute nur 5 Minuten Zeit haben, empfehle ich den folgenden Link – es ist der erste Satz zur Bach-Kantate Nr. 51  „Jauchzet Gott in allen Landen“, deren ursprünglicher Entstehungsanlass unbekannt ist. Die außergewöhnliche, festliche Besetzung mit Trompete und Solosopran und die virtuosen Anforderungen dieser Partien scheinen jedoch auf einen besonderen Anlass zu weisen wie Neujahr, Ratswahl oder der Geburtstag einer hochgestellten Persönlichkeit – aus meiner Sicht ist das Werk ebenso ideal für das Osterfest geeignet. Und mit Diana Damrau, die mich bereits seit Jahren in zahlreichen Opernpartien begeistert und mir einen unvergesslichen Liederabend in der New Yorker Carnegie Hall beschert hat, erleben Sie im folgenden Ausschnitt eine Sängerin, die den Herausforderungen dieser Partie mühelos gewachsen ist.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 9

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde der Kirchenmusik,
für den heutigen Karfreitag habe ich natürlich ein Stück aus der Kirchenmusik ausgewählt: So wie viele Pop-Musikern oftmals nur mit einem Hit identifiziert werden, so geht es auch Giovanni Battista Pergolesi – man denkt sofort an sein Stabat Mater. Das mittelalterliche Gedicht vom Schmerz der Gottesmutter um ihren gekreuzigten Sohn wurde seit dem 16. Jahrhundert immer wieder vertont. Pergolesis Version war eine der beliebtesten des 18. Jahrhunderts und berührt damals wie heute mit seiner tief empfundenen Unmittelbarkeit der Leiden Marias.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 8

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,

„schrecklich…, furchtbar…, langweilig!“ – vernichtende Urteile stehen ebenso zu Beginn der 8. Folge wie ein leicht abgewandeltes Zitat aus Bertolt Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“: „Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen den Vorhang zu und alle Fragen offen.“ Mit diesem Satz endete jedes Mal eine ZDF-Sendung, die innerhalb von wenigen Jahren Kultstatus erlangt hat.

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Pfarrkonvent zu Besuch in Halle

Pfarrkonvent der Propstei Königslutter besucht bei seinem diesjährigen Tagesausflug den Kirchenkreis Halle.
Superintendent Hans- Jürgen Kant berichtete über die derzeitige Situation in einer Kirche, die nach der Zeit des Nationalsozialismus und dem Ende der DDR auf starke finanzielle Unterstützung angewiesen ist und bei einer Kirchenmitgliedschaft von ca. 10 % in der Gesellschaft ihren Ort gefunden hat und sich zukünftigen Herausforderungen stellen will.
Bei einer Stadtführung auf Luther`s Spuren in Halle waren die Auseinandersetzung der Reformation eindrücklich zu spüren. Der abschließende Besuch bei den Frankschen Stiftungen erschloß die ungeheure Gestaltungsmacht des Pietismus in nahezu allen Lebensbereichen des 18. Jahrhunders.
Ein Tag war für alle Sehens- und Denkwürdigkeiten zu kurz und lud ein, gerne noch einmal nach Halle zu reisen.

Einführung von vier Prädikanten

Am 15 Juni 2019 wurden vier Prädikanten aus der Propstei Königslutter in ihren Dienst eingeführt.
Es war ein langer Weg für alle. Nach einer einjährigen Ausbildung zum Lektor folgte eine fünfjährige Erprobungszeit. Dann erst konnte sich die zweijährige Ausbildung zum Prädikanten anschließen.
Wir freuen uns auf ihren Dienst in unseren Gemeinden und bitten die Gemeinden freundlich um Unterstützung dieser wichtigen Arbeit der Gottesdienstgestaltung.
Gottes Segen für diese Aufgabe wünschen wir Iris Fellmann, Königslutter; Dr. Ulf Harbs, Braunschweig- Volkmarode; Richard Schaper, Braunschweig und Adrian Winterfeld, Essehof.

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