Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
heute erwartet Sie ein Standardwerk der Viola-Literatur: Die Romanze F-Dur op. 85 von Max Bruch.
Es war zu erwarten, dass Bruch eine Romanze für Violine (sein op. 42) schreiben würde, da er für seine Violinkonzerte so berühmt war; aber eine Romanze für Viola war unerhört, als er sich im Jahre 1911 an seinem op. 85 versuchte. Als Ergebnis einer späten Leidenschaft für dieses klangvollste aller Streichinstrumente war es für Maurice Vieux (1884-1951), den Vater der modernen Bratsche in Frankreich, entstanden. Ihm ist es auch gewidmet; erstmals aufgeführt wurde es allerdings von dem großen Geiger Willy Hess - ein großer Verfechter von Bruchs Musik - im Rahmen eines Privatkonzerts, das in Berlin am 25. April 1911 in Anwesenheit des Komponisten stattfand. Im Laufe des Sommers nahm Bruch noch diverse Überarbeitungen vor.
Nach einer kurzen Einleitung stellt die Solobratsche ein vieldeutiges Thema vor, dem die gesamte Romanze zugrunde liegt. Bruch sorgt mit kontrastierendem Material, rhythmischen und dynamischen Variationen und einer Doppelgriff-Passage für Abwechslung, ist sich aber der Qualität des Hauptthemas bewusst und weicht nie lange davon ab. Am schönsten klingt die Romanze in seiner einfühlsamen Orchestrierung, die sich jedoch - wie auch andere Werke von ähnlicher Länge - in heutige Konzertprogramme oft nicht gut einpassen lässt. Gut eignet sich hingegen die Version mit Klavierbegleitung - und in der Fassung ist auch unser heutiger Konzertmitschnitt zu erleben.
Am 28. März 2017 musizierten Timothy Ridout und Megumi Hashiba in der Londoner Wigmore Hall, der Mitschnitt entstand im Rahmen des Jacqueline du Pré Charity Concert der Royal Society of Musicians of Great Britain:
Ihnen allen einen schönen Tag mit herzlichen Grüßen aus Braunschweig
Matthias Wengler
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
heute erwartet Sie ein Standardwerk der Viola-Literatur: Die Romanze F-Dur op. 85 von Max Bruch.
Es war zu erwarten, dass Bruch eine Romanze für Violine (sein op. 42) schreiben würde, da er für seine Violinkonzerte so berühmt war; aber eine Romanze für Viola war unerhört, als er sich im Jahre 1911 an seinem op. 85 versuchte. Als Ergebnis einer späten Leidenschaft für dieses klangvollste aller Streichinstrumente war es für Maurice Vieux (1884-1951), den Vater der modernen Bratsche in Frankreich, entstanden. Ihm ist es auch gewidmet; erstmals aufgeführt wurde es allerdings von dem großen Geiger Willy Hess - ein großer Verfechter von Bruchs Musik - im Rahmen eines Privatkonzerts, das in Berlin am 25. April 1911 in Anwesenheit des Komponisten stattfand. Im Laufe des Sommers nahm Bruch noch diverse Überarbeitungen vor.
Nach einer kurzen Einleitung stellt die Solobratsche ein vieldeutiges Thema vor, dem die gesamte Romanze zugrunde liegt. Bruch sorgt mit kontrastierendem Material, rhythmischen und dynamischen Variationen und einer Doppelgriff-Passage für Abwechslung, ist sich aber der Qualität des Hauptthemas bewusst und weicht nie lange davon ab. Am schönsten klingt die Romanze in seiner einfühlsamen Orchestrierung, die sich jedoch - wie auch andere Werke von ähnlicher Länge - in heutige Konzertprogramme oft nicht gut einpassen lässt. Gut eignet sich hingegen die Version mit Klavierbegleitung - und in der Fassung ist auch unser heutiger Konzertmitschnitt zu erleben.
Am 28. März 2017 musizierten Timothy Ridout und Megumi Hashiba in der Londoner Wigmore Hall, der Mitschnitt entstand im Rahmen des Jacqueline du Pré Charity Concert der Royal Society of Musicians of Great Britain:
Ihnen allen einen schönen Tag mit herzlichen Grüßen aus Braunschweig
Matthias Wengler
