Umkehr zum Frieden

Ökumenische FriedensDekade 20  vom 8. – 18. November 2020

Der zweite Lockdown in der Corona- Pandemie hat uns erreicht. In der Epidemie, wörtlich: beim Volk verbreitet, weltweit bedroht eine Krankheit unsere Sicherheit am eigenen Leibe. Wenn wir in den zurückliegenden Jahren über eine Pandemie hörten, dann war sie eben weit entfernt: Ebola in Afrika, Brände in Australien oder am Amazonas, Heuschrecken in Ostafrika – aber – bisher- nicht bei uns.

Die Corona- Pandemie hält uns in unserem alltäglichen Lauf einfach an und zwingt uns neu zu bedenken: Was ist ein Menschenleben wert? Wie schützen wir uns und andere, nicht nur in unserem Dorf und in unserer Stadt, sondern als Mitglieder einer Weltgemeinschaft und Teile der Schöpfung?

Als evangelische Kirchen in Niedersachsen sind wir Mitglieder der ökumenischen Bewegung, die sich, seit ihrer Gründung des Ökumenischen Rats der Kirchen 1947, für Gerechtigkeit für alle Menschen einsetzt.

Konkreter wurde die Arbeit in der sogenannten Friedensdekade. „Umkehr zum Frieden“ lautet das Motto der diesjährigen Friedensdekade. Seit 40 Jahren gibt es die Friedensdekade. In den 70 und 80 Jahren als große Bewegung gegen Kernwaffen in Europa. Das Symbol der Bewegung wurde in der ganzen Welt bekannt „Schwerter zu Pflugscharen“ und entstand in der Evangelischen Jugend in der DDR.

Vieles wurde in den letzten Jahren erreicht, doch gleichzeitig lässt der Terror dieser Tage, den wir in Nizza, Lyon und Wien erschrecken. Der Krieg in Syrien findet kein Ende und die vielen anderen in Zentralafrika, Yemen, Südsudan, Bergkarabach mit unendlich vielen Opfern dringen kaum in unsere Wirklichkeit.

Viele Landeskirchen und die Evangelische Kirche in Deutschland haben sich dem ökumenischen Pilgerweg der Gerechtigkeit verpflichtet.  In unseren Kirchengemeinden sind wir noch dabei die eigene Friedenspraxis und Selbstverpflichtungen für unsere Gemeinden zu entwickeln.

Ökumenische Friedensarbeit – seit 40 Jahren sind Menschen aus unseren Gemeinden dabei und brauchen Bündnispartner um sich den neuen Aufgaben zu stellen.