Ev. – luth. Propstei Königslutter

Musik in schwierigen Zeiten-Folge 56

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
wenn temperamentvolle ungarische Volksmusik in französische Klänge eingefärbt werden, stößt man schnell auf unser heutiges Stück: Die Konzert-Rhapsodie „Tzigane“ aus dem Jahr 1924 gehört zu den späten Werken von Maurice Ravel.

Nach einem Konzert der ungarischen Violinistin Jelly d’Arányi im Jahr 1922, bei dem Ravel anwesend war, bat er sie, für ihn über Zigeunerweisen zu improvisieren. So erinnerte sich deren Klavierbegleiterin Gaby Casadesus: „Nachdem Mademoiselle d‘ Arányi dem Wunsch nachgekommen war, bat Ravel um ein weiteres Stück. Und dann um noch eins. Bis um fünf Uhr früh ging es mit den Zigeunerweisen weiter, und alle waren erschöpft. Aber die Geigerin und der Komponist waren es nicht.“ Von der Virtuosität begeistert und durch die Melodien inspiriert, schrieb Ravel der Ungarin das Stück auf den Leib. Voller Zweifel schrieb Ravel vor der Uraufführung am 26. April 1924 an die Geigerin: „Einige Passagen könnten eine großartige Wirkung erzielen, vorausgesetzt sie sind spielbar – worüber ich mir nicht völlig sicher bin.“ Ravels Bedenken erwiesen sich als unbegründet.
Wenn ein Geiger den technischen Herausforderungen gewachsen ist, sind Beifallsstürme im Saal garantiert – so auch 1997 beim Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker. Solist war damals Maxim Vengerov, Claudio Abbado dirigierte die Philharmoniker:
https://www.youtube.com/watch?v=YnPTK4w8t04

Ihnen allen einen schönen Tag mit herzlichen Grüßen aus dem Urlaub
Matthias Wengler

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