Ev. – luth. Propstei Königslutter

Musik in schwierigen Zeiten – Folge 54

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,

im Dezember 2019 starb der Dirigent Mariss Jansons. Viele Jahre war er Chefdirigent des Concertgebouworkest Amsterdam, parallel bis zu seinem Tod auch noch beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Wie bedeutend der Verlust dieses außerordentlichen Musikers ist, zeigen die zahlreichen Nachrufe. Auffallend ist vor allem, dass man in Zeiten, in denen „bad news“ eigentlich „good news“ bedeuten, nichts dergleichen zu lesen bekam. Musiker auf der ganzen Welt sprechen voller Hochachtung von diesem Dirigenten, der regelmäßig auch die Wiener und die Berliner Philharmoniker dirigierte. Ich selbst verdanke ihm unvergessliche Konzerterlebnisse, zuletzt noch im Januar 2019 mit den Berliner Philharmonikern.

Zweimal dirigierte er auch das Waldbühnenkonzert der Berliner Philharmoniker, zuletzt im Jahr 2002. An diesem Abend standen ausschließlich Werke auf dem Programm, die auch das Prädikat „zugabentauglich“ verdient haben. Drei Werke aus diesem sehr gelungenen Waldbühnenkonzert habe ich für Sie heute ausgewählt.

Nr. 1: Mit großer Freude durfte ich mir im Dezember 2018 einen langjährigen Wunsch erfüllen und Peter Tschaikowskys Suite aus seinem Ballett „Der Nussknacker“ im Weihnachtskonzert dirigieren. Dass auch die übrigen Stücke des Balletts großartige Musik sind, muss ich hier gar nicht erwähnen – schade ist nur, dass der „Pas de deux“ am Ende des 2. Akts leider nicht zur „Nussknacker“-Suite gehört, dieses Stück hat mir im Weihnachtskonzert sehr gefehlt:

https://www.youtube.com/watch?v=o_brMBTnFyM

Nr. 2: Spanischer Nationalheld mit drei Buchstaben? In vielen Kreuzworträtseln findet sich immer wieder diese Frage. Die Antwort lautet: Cid. Jules Massenets Oper „Le Cid“ gehört in die Kategorie der Grand Opéra – eine große Balletteinlage ist unumgänglich in diesen Werken. Aus der Ballettmusik zu „Le Cid“ hören Sie hier den Satz „Aragonaise-Navarraise“:

https://www.youtube.com/watch?v=QVxIAPA_2qU

Nr. 3: Vor einigen Jahren hatte ich die Gelegenheit, im Rahmen einer „Französischen Nacht“ mit der Propsteikantorei Königslutter und der Camerata Instrumentale Berlin die (klanglichen) Belastungsgrenzen des Kaiserdoms austesten. Hauptwerk des Abends war Charles Gounods Cäcilien-Messe, zuvor erklang die zweite L’Arlésienne-Suite von Georges Bizet, die mit einer mitreißenden Farandole endet:

https://www.youtube.com/watch?v=yZh5Sro8uN0

P.S.: Die Mauern haben gehalten, der Kaiserdom steht noch immer…

Ihnen allen einen schönen Tag mit herzlichen Grüßen aus dem Urlaub

Matthias Wengler

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