Ev. – luth. Propstei Königslutter

Musik in schwierigen Zeiten-Folge 22

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde der Kirchenmusik,
ein sehr bunter Strauß von kurzen Musikempfehlungen soll Sie heute alle zum Muttertag erreichen. Und wenn Sie tatsächlich bis zum Schluss durchhalten, schließt sich der Strauß am Ende auf wundersame Weise.

Starten wir mit einem Titel des italienischen Filmkomponisten Cesare Andrea Brixio aus dem Jahr 1938, der für den Tenor Benjamino Gigli entstand. Sie kennen das Lied alle durch einen anderen Interpreten; für unserem ersten Link habe ich allerdings „Big P.“ ausgewählt: Luciano Pavarotti sang das Lied am 30. Juli 1991 im Londoner Hyde Park vor mehr als 100.000 Zuschauern und brach damit sämtliche Rekorde – selbst die Rolling Stones konnten dort zuvor nicht so viele Menschen mobilisieren. Pavarotti feierte mit diesem regendurchnässten Gratis-Konzert, das auch Prince Charles und Lady Diana besuchten, sein 30-jähriges Bühnenjubiläum – hier strahlte noch die Sonne:
Einen ergreifenden Abschied von seiner Mutter nimmt Turridu in Pietro Mascagnis Operneinakter „Cavalleria rusticana“, einem echten sizilianischen Eifersuchtsdrama. Kurz vor Ende der Oper wurde Turridu gerade von Alfio zum Duell aufgefordert. Er ahnt bereits, dass er dies nicht überleben wird. In der Arie „Quel vino e generoso“ wendet er sich ein letztes Mal an seine Mutter, bittet sie um ihren Segen und um ihre Fürsorge für seine geliebte Santuzza, bevor er zum Duell eilt. Jonas Kaufmann, Deutschlands zur Zeit wohl erfolgreichster Tenor, ist mit dieser Arie hier mit dem Boston Symphony Orchestra unter der Leitung von Andris Nelsons zu erleben:
Von der Oper zur Satire: Georg Kreisler, österreichischer Komponist, Sänger, Dichter und Kabarettist, schrieb Musikgeschichte mit seinen „Everblacks“- seine Chansons mit ihrem scharf- und tiefsinnigen, oft schwarzen, bisweilen skurrilen Humor sind bis heute sehr beliebt. Den Titel „Mütterlein“ habe ich selbst oft gerne in meinem „Everblacks“-Programm gesungen – hier kommt der Meister selbst zu Wort:
Seit vielen Jahren bin ich ein begeisterter Fan der Geschwister Pfister. Ihre Programme, die sie in der Regel in der Berliner Bar jeder Vernunft oder im Tipi am Kanzleramt spielen, sind hinreißend komisch, mitreißend perfekt und bieten absolutes First-Class-Entertainment. Mittlerweile gehören sie beinahe auch schon zur Stammbesetzung der Komischen Oper Berlin, wo sie mit für sie maßgeschneiderten Operetten-Produktionen auch in diesem Genre sehr erfolgreich sind. Vor einigen Jahren haben sie in ihrem Programm „Servus Peter – Oh là là Mireille“ eine komplette Peter-Alexander-Show so gekonnt parodiert, dass seitdem jedes neue Programm einen Pflichtbesuch für mich nach sich zieht. Aus dieser Show möchte ich Ihnen den folgenden Ausschnitt nicht vorenthalten:

Um selbst beurteilen zu können, wie detailliert ausgefeilt die Parodien der Geschwister Pfister sind, genügt ein Vergleich mit dem Original – und mit dem folgenden Link  schließt sich auch der Kreis zu unserem ersten Titel mit Luciano Pavarotti (in einem zugegebenermaßen kuriosen Wettsingen aus dem Jahr 1969):
Ihnen allen einen schönen Sonntag, den Sie hoffentlich zumindest in kleinem Kreis angemessen begehen können. Seien Sie herzlich gegrüßt aus Braunschweig.
Matthias Wengler

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