Ev. – luth. Propstei Königslutter

Musik in schwierigen Zeiten – Folge 10

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kirchenmusik,
zum diesjährigen Osterfest grüße ich Sie und Euch herzlich mit einer kleinen Jubiläumsausgabe – es ist bereits die 10. Folge, und sie fällt natürlich festlich-österlich und etwas ausführlicher als sonst aus.
Für alle, die heute nur 5 Minuten Zeit haben, empfehle ich den folgenden Link – es ist der erste Satz zur Bach-Kantate Nr. 51  „Jauchzet Gott in allen Landen“, deren ursprünglicher Entstehungsanlass unbekannt ist. Die außergewöhnliche, festliche Besetzung mit Trompete und Solosopran und die virtuosen Anforderungen dieser Partien scheinen jedoch auf einen besonderen Anlass zu weisen wie Neujahr, Ratswahl oder der Geburtstag einer hochgestellten Persönlichkeit – aus meiner Sicht ist das Werk ebenso ideal für das Osterfest geeignet. Und mit Diana Damrau, die mich bereits seit Jahren in zahlreichen Opernpartien begeistert und mir einen unvergesslichen Liederabend in der New Yorker Carnegie Hall beschert hat, erleben Sie im folgenden Ausschnitt eine Sängerin, die den Herausforderungen dieser Partie mühelos gewachsen ist.

Lassen Sie sich nicht irritieren: Der folgende Ausschnitt stammt aus einem Adventskonzert aus der Dresdner Frauenkirche:
Bevor es mit Musik weitergeht, lade ich Sie sehr herzlich ein, mit uns Gottesdienst zu feiern – ab 10 Uhr ist am Ostersonntag der Gottesdienst aus der Stadtkirche mit Pröpstin Martina Helmer-Pham Xuan, Jugenddiakon Niels Respondek, Antje Siefert (Mezzosopran) und mir unter folgendem Link abrufbar, Musik von Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi ist dort zu hören:
Und wer noch etwas mehr Zeit für Musik investieren möchte, liest jetzt einfach weiter:
Für viele Menschen gehört zum Weihnachtsfest neben einem Tannenbaum und dem Gänsebraten auch Bachs Weihnachtsoratorium unverzichtbar dazu, sei es in Form eines Konzertbesuches oder zuhause per CD, LP, Ipad etc. Doch wie sieht es zu Ostern aus – gibt es überhaupt ein Osteroratorium von Bach? Den Zweiflern unter Ihnen kann rasch Abhilfe geschaffen werden: Ja, das gibt es – es ist die Parodie der weltlichen Kantate „Entfliehet, verschwindet, entweichet, ihr Sorgen“ BWV 249a.
Bachs Osteroratorium wurde am 1. April 1725 zum ersten Mal aufgeführt. Danach hat Bach das Werk noch wenigstens dreimal den Leipziger Gottesdienstbesuchern an einem Ostersonntag zu Gehör gebracht und dabei stets erneut an der Komposition gefeilt.
Zu den Stammgästen in Königslutters Kaiserdom gehören seit einigen Jahren Sir John Eliot Gardiner mit dem Monteverdi Choir und den English Baroque Soloists.
Mit den Solisten Hannah Morrison (Sopran), Meg Bragle (Mezzosopran), Nicholas Mulroy (Tenor) und Peter Harvey (Bass) war das Werk 2013 bei den Londoner Proms in der Royal Albert Hall zu erleben:
Und noch ein letzter Hinweis – für den Ostermontag war geplant, Beethovens selten aufgeführtes Oratorium „Christus am Ölberg“ mit der Propsteikantorei Königslutter im Kaiserdom aufzuführen. Nachdem ich heute mit vielen Mitwirkenden sprechen konnte, gehe ich momentan davon aus, dass wir das Konzert am 5. April 2021 nachholen werden – auch dann wieder am Ostermontag. Für alle, die nicht so lange warten wollen: Sir Simon Rattle hat in den vergangenen Wochen das Stück mehrfach aufgeführt, es lohnt sich wirklich, dieses Stück zu entdecken. In den folgenden Links finden Sie eine kurze Einführung mit Sir Simon Rattle und eine Aufführung, die im Februar im Londoner Barbican Center stattfand:
Ich wünsche Ihnen und Euch allen ein frohes und gesegnetes Osterfest – bleiben Sie gesund und behütet.
Matthias Wengler

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