Ev. – luth. Propstei Königslutter

Ein gesegnetes Pfingstfest !

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Besucher*innen,

zu Pfingsten feiern wir den Geburtstag der Kirche. Normalerweise würden wir mit vielen Menschen unterwegs sein und im Freien feiern. In dieser Zeit fällt alles ein wenig bescheidener aus, wenn gleich unsere Gemeinde wunderbare Ideen für die Gottesdienste haben!

In der Pfingsterzählung in der Apostelgeschichte lesen wir einen Satz: „ Dieses Wort traf die Zuhörer mitten ins Herz und sie fragten Petrus und die anderen Apostel: »Brüder, was sollen wir tun?«

Was sollen wir tun – liebe Schwestern und Brüder! Ja, ich finde – auch uns bleibt in dieser Zeit oftmals nicht viel anderes zu tun als zu warten – aber: Warten. Eine der wichtigsten Dinge, die wir gerade lernen: Warten.

Unser Leben, wie wir es gerne hätten, müssen wir immer wieder und gerade jetzt in Frage stellen. Wir meinen, dass wir die Dinge im Griff haben, alles bewältigen könnten – und auf einmal ist das alles nicht mehr so.

Zu Beginn der christlichen Kirchen machten Menschen sich mit ganz unterschiedlichen Prägungen, Kulturen, mit ganz unterschiedlichen Hoffnungen und Erwartungen gemeinsam auf den Weg. Und immer wieder sind sie gestolpert, waren unsicher, sind Umwege gegangen und mussten sich in Frage stellen lassen und warteten auf das, was ihnen Gottes Geist vor die Füße legte.

In diesen Tagen haben Menschen auf der ganzen Welt zwei Dinge erleben können:

Das erste: Wir sind mehr und enger mit den Menschen auf der Welt verbunden als wir es jemals vorher gedacht und erlebt haben. Wir erleben, dass Menschen leiden und verletztlich sind – und wir einander beschützen müssen – selbst im engsten Verwandtenkreis gilt das!

Und das zweite: Wir leben auf Zeit auf dieser Erde in Gottes Schöpfung – da ist uns etwas anvertraut, das so kostbar ist, dass wir vorsichtig damit umgehen müssen. Und wir haben jetzt Zeit um zu entdecken: wo bedrohen wir mit unserem Leben die Schöpfung? Was brauchen wir wirklich – und wo leben wir auf Kosten anderer Menschen? Wo zerstören wir, weil wir meinen, nicht anders leben zu können?

Pfingsten bedeutet, den Blick Jesu Christi auf die Welt zu entdecken.

Suchen wir die, die in diesen Tagen verletzt und bedroht sind und lassen sie nicht im Stich!

Und üben wir den Blick Jesu Christi auf die Welt, die verletztliche Schöpfung Gottes ist.

Wir sind berufen und gesandt und leben daher – in aller Brüchigkeit im Glauben. Gottes Geist will uns in Bewegung bringen.

Das wir aufstehen, loslassen und losgehen und ein gesegnetes Pfingsten feiern, anders, aber von Gottes Geist bewegt!

Gesegnete Pfingsten

Ihre Martina Helmer-Pham Xuan, Pröpstin

 

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