Start der Musikfilmreihe „Faszination Klassik“@Home ab 27. Oktober 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, vom 27. Oktober bis 17. November 2020 sollte die 10. Ausgabe unserer Musik-Filmreihe „Faszination Klassik“ in den Kammerlichtspielen Königslutter stattfinden. Aufgrund der aktuellen Situation ist dies jedoch leider nicht durchführbar, es würde nur eine sehr begrenzte Platzzahl zur Verfügung stehen. Deshalb möchten wir Ihnen in diesem Jahr eine Alternative für zuhause anbieten: „Faszination Klassik“@Home.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 94

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, ein Meisterwerk? Oder doch verrückte Musik? Die Geister scheiden sich bei Robert Schumanns Cellokonzert. Nach dem Cellokonzert Nr. 1 von Camille Saint-Saëns steht in dieser Woche mit Schumanns Cellokonzert ein weiteres Konzert in a-Moll im Mittelpunkt.

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Musik in schwierigen Zeite-Folge 93

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, Sie kennen das bestimmt: Sie sind Gast bei einer Hochzeitsfeier. Nach der Trauung gibt es meistens etwas zu essen, danach folgen Reden und Einlagen, mal originell und geglückt, manchmal auch langweilig und peinlich. Ein gutes Glas Wein kann über vieles hinweg helfen, selbst wenn der DJ über sich hinauswächst und es schafft, selbst den letzten Tanzmuffel noch für das Parkett zu gewinnen. Irgendwann ist Mitternacht, und dann folgt das letzte Ritual: Die Hochzeitstorte – und um diese dreht es sich heute musikalisch.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 91

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, mit Schwung und Temperament geht es heute in das Wochenende – auf dem Programm stehen die Slawischen Tänze op. 46 von Antonin Dvorak. Im vielseitigen Werk des böhmischen Komponisten spielen die zwei Bände seiner Slawischen Tänze op. 46 und op. 72 eine wichtige, prägende Rolle. Paradoxerweise auf Anregung zweier Deutscher hin entstanden – des Komponisten Johannes Brahms und dessen Verlegers Fritz Simrock – drücken diese Werke unverwechselbar böhmische nationale Identität aus.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 89

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, seit gestern liegt auf meinem Klavier ein Stück griffbereit, das mich schon seit 25 Jahren durchs Leben begleitet und in den kommenden Wochen endlich auch einmal zur Aufführung kommt: Gemeinsam mit Francisca Prudencio (Sopran) bereite ich die „Vier letzten Lieder“ von Richard Strauss in der Klavierfassung vor, die für eine Youtube-Videoandacht zum Ewigkeitssonntag im November aufgezeichnet werden sollen. Somit ist es naheliegend, dieses Werk auch hier vorzustellen.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 88

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, am 28. März 1995 sollte Yehudi Menuhin die Berliner Philharmoniker dirigieren. Menuhin erkrankte, für ihn sprang ein Kollege ein, der viele Jahre nicht mehr vor diesem Orchester stand: Günter Wand (1912 – 2002). Der langjährige Kapellmeister des Kölner Gürzenich-Orchesters und ehemalige Chefdirigent des NDR-Sinfonieorchesters hatte in seinem Ruhestand eine bemerkenswerte Alterskarriere begonnen. Mit seinen Interpretationen der Sinfonien von Brahms, Beethoven, Schubert und vor allem Bruckner genoss er weltweit höchstes Ansehen. Seine Probenarbeit war akribisch und streng – bei den Berliner Philharmonikern trat er erst wieder ans Pult, als man ihm eine fünfte

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 87

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, das Lieblingsinstrument von Felix Mendelssohn Bartholdy war zwar das Klavier, aber dennoch komponierte er dafür nur zwei Konzerte. Sie sind eher selten im Konzertsaal zu hören, doch zu Mendelssohns Zeiten war vor allem das erste ein richtiger Hit.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 86

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, mehrfach habe ich in der Vergangenheit Schuberts Fantasie f-Moll D 940 für Klavier zu vier Händen aufgeführt – und glauben Sie mir: Es fällt nicht leicht, auf diese Literatur momentan verzichten zu müssen, noch dazu bei einem so großartigen Musikstück .Kein anderer großer Komponist hat so viele Werke für Klavier zu vier Händen hinterlassen wie Schubert. Gemeinsames Musizieren, häufig in geselligem Kreis, war ein fester Bestandteil des Schubert’schen Freundeskreises. Mit der f-Moll-Fantasie verließ Schubert allerdings völlig die Sphäre des Geselligen und schuf in den ersten Monaten seines letzten Lebensjahres ein Werk

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 84

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, sehr gerne besuche ich Kinderkonzerte, weil ich immer auf der Suche bin nach guten Konzepten, um Kinder und Jugendliche für Klassische Musik zu begeistern. Das Angebot ist in Deutschland in den letzten Jahren stark angestiegen, da jeder Veranstalter inzwischen wohl begriffen hat, dass ohne Musikvermittlung an die jüngere Generation kein neues Publikum mehr für Konzert und Oper heranwächst. Jedoch: Nicht immer gelingen Kinderkonzerte wirklich gut. Nichts ist schlimmer, als staubtrocken Musiktheorie zu vermitteln, Lebensdaten und Entstehungsgeschichte eines Werks herunterzuleiern, gelangweilte Orchestermusiker*innen auf der Bühne sitzen zu sehen und sie dabei beim

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 83

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, vor wenigen Tagen, am 26. September, wäre der Tenor Fritz Wunderlich 90 Jahre alt geworden. Wenige Tage vor seinem 36. Geburtstag verstarb der Sänger, seine stimmliche Meisterschaft und Größe aber überdauern bis heute. Bis heute gilt er als der wohl größte lyrische Tenor des 20. Jahrhunderts, der in seinen Interpretationen mit unmittelbarer Intensität und Wendigkeit sowie exzellenter Artikulation und betörend warmem Grundton in den Bann zog. Am 17. September 1966 verstarb Fritz Wunderlich auf dem Höhepunkt seiner Karriere an den Folgen eines Treppensturzes.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 82

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, Pannen oder unerwartete Zwischenfälle können bei Live-Aufführungen manchmal zu unvergesslichen Erlebnissen für das Publikum werden – die „Tosca“-Aufführung in der Wiener Staatsoper vom 16. April 2016 ist so ein Beispiel. Der mit drei Weltstars besetzte Abend dauerte aus mehreren Gründen gut 15 Minuten länger als ursprünglich vorgesehen.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 81

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, kennen Sie das Instrument „Arpeggione“? Das von Johann Georg Staufer 1823 erfundene Instrument wurde seinerzeit auch „Bogen-Gitarre“, „Guitarre-Violoncell“ oder „Guitarre d’amour“ genannt. Wahrscheinlich wäre dieser „Zwitter“ längst vergessen, hätte nicht Franz Schubert eine Sonate für den Arpeggione komponiert. Diese Sonate steht im Mittelpunkt des heutigen Newsletters. Der Arpeggione war der Versuch, die leichte Spielbarkeit der Gitarre mit der Klangpracht des Cellos zu verbinden: mit sechs Saiten und Bünden genauso wie eine Gitarre ausgestattet, wurde der Arpeggione aber wie ein Cello zwischen den Knien gehalten und mit dem Bogen gestrichen. Durchsetzen konnte

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 80

Sehr geehrte Damen und Herren, schuld an der heutigen Newsletter-Ausgabe ist ein „Tatort“ aus dem Jahr 1977, den ich vor einigen Tagen wieder gesehen habe. Kommissar Haferkamp (Hansjörg Felmy) hatte es bei der Aufklärung des Mordes an einer Schülerin mit einem Lehrer als Tatverdächtigen zu tun. Dieser Lehrer, dargestellt von Jürgen Prochnow, hatte eine besondere Liebe zur Jazz-Musik, und somit tauchte wiederholt in dieser Folge ein legendäres Miles-Davis-Album auf: „Sketches of Spain“. https://www.youtube.com/watch?v=CsWidlDldVk

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3. Ökumenischer Kirchentag: Chance verantwortungsvoll nutzen.

  In seiner Sitzung am 18.9.2020 hat das Gemeinsame Präsidium des 3. Ökumenischen Kirchentages bestätigt, dass der ÖKT in Frankfurt vom 12. bis 16. Mai 2021 stattfinden soll. Das Format wird an die aufgrund von Corona veränderten Rahmenbedingungen angepasst. 3. Ökumenischer Kirchentag bietet einzigartige Möglichkeit Gerade in Krisenzeiten sind Begegnung, Dialog und Gemeinschaft wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt – davon sind die Veranstalter, der Deutsche Evangelische Kirchentag und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken, fest überzeugt. Der katholische Präsident Prof. Dr. Thomas Sternberg betont: „Die Auswirkungen von Corona verändern die Welt. Mit einer neuen Form des ÖKT haben wir die Chance

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 78

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, bis heute gehört es zu den populärsten Musikstücken der Romantik: Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 g-moll op. 26. Manchmal kann ein Stück allerdings auch zu beliebt sein – sehr zum Ärger beispielsweise von Max Bruch. Denn alle Welt interessiert(e) sich nur für dieses Werk, seine weiteren Violinkonzerte werden nur äußerst selten aufgeführt.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 77

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, bis heute gehört es zu den populärsten Musikstücken der Romantik: Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 g-moll op. 26. Manchmal kann ein Stück allerdings auch zu beliebt sein – sehr zum Ärger beispielsweise von Max Bruch. Denn alle Welt interessiert(e) sich nur für dieses Werk, seine weiteren Violinkonzerte werden nur äußerst selten aufgeführt.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 76

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, ohne Zweifel gehört Robert Schumanns Klavierkonzert a?moll zu den bedeutendsten Klavierkonzerten der Romantik. Die Idee und erste Skizzen zu diesem Werk stammen aus dem Jahr 1833. In einem Brief an seinem späteren Schwiegervater Friedrich Wieck schreibt er: „Ich denke mir das Klavierkonzert müsse aus C?Dur oder a?Moll gehen“. 1841 entstand schließlich die einsätzige „Phantasie für Klavier und Orchester a-moll“, die jedoch bei keinem Verleger Anklang fand.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 75

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, seit Monaten erreicht mich wiederholt die Nachfrage, ob nicht auch Udo Jürgens einmal in diesem Newsletter vertreten sein dürfte – für die heutige 75. Folge gebe ich mich gerne geschlagen und stelle Ihnen eine besondere Komposition des Sängers vor, die 1979 entstand und sogar zu einer Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern führte. In einer Zeit, in der Crossover noch ein Fremdwort war, ist diese Kombination wirklich ungewöhnlich, zumal sie vom Chef der Philharmoniker höchstpersönlich abgesegnet wurde: Herbert von Karajan.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 74

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, Samstag, 19. April 2014, 16:00 Uhr in der Berliner Philharmonie: Wie so oft bin ich am Ostersamstag nachmittags Gast bei den Festtagen der Staatsoper Unter den Linden. An diesem Tag war die Vorfreude besonders groß: Nach vielen Jahren gaben Martha Argerich und Daniel Barenboim, beide gebürtige Argentinier und seit Kindertagen miteinander bekannt, wieder einmal einen Klavierabend zu vier Händen. Die Spannung im Publikum war kurz vor Konzertbeginn praktisch mit den Händen greifbar, der Saal war restlos ausverkauft, auch zusätzliche Podiumsplätze waren bis auf den letzten Platz gefüllt.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 72

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, zu den weniger bekannten Werken von Robert Schumann zählt das „Requiem für Mignon“, das ich Ihnen heute gerne vorstellen möchte. Schumann vertonte in diesem rund 15-minütigen Werk ein Kapitel aus Goethes Roman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 71

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, zu den weniger bekannten Werken von Robert Schumann zählt das „Requiem für Mignon“, das ich Ihnen heute gerne vorstellen möchte. Schumann vertonte in diesem rund 15-minütigen Werk ein Kapitel aus Goethes Roman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 70

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, viel zu selten sind Deutschland große englische Chorwerke zu hören. Warum auch immer Mendelssohns „Elias“, Haydns „Schöpfung“ und Händels „Messias“ so leicht die Herzen der Zuhörer erobern, dies dagegen einem Stück wie Elgars „Dream of Gerontius“ nur selten gelingt, gehört für mich zu den großen Merkwürdigkeiten des Musiklebens. Ich versuche es heute trotzdem: Diese Newsletter-Ausgabe ist William Waltons „Belshazzar’s Feast“ gewidmet:

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 69

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, er ist der bekannteste Stehgeiger unserer Zeit und vor allem mit Werken der Strauß-Familie seit vielen Jahren weltweit erfolgreich: André Rieu. Einer seiner bekanntesten Walzer-Hits stammt jedoch nicht von Johann Strauß, sondern von Dmitri Schostakowitsch: https://www.youtube.com/watch?v=vauo4o-ExoY

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 68

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, bei vielen Komponisten wird man wohl nie fertig werden, das Gesamtwerk zu entdecken, speziell in der Barockzeit gibt so viele Werke, die teilweise über Jahrhunderte in Archiven und Bibliotheken vor der Öffentlichkeit verborgen blieben. Und immer wieder gibt es Musikwissenschaftler und Sängerpersönlichkeiten wie Cecilia Bartoli oder Philippe Jaroussky, die so manches Musikjuwel wiederentdeckten und in Konzerten oder Aufnahmen präsentierten.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 67

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik,effektvolle Klaviervirtuosität, einen genialen Mix aus russischer Romantik, Neoklassik und banaler Music-Hall-Melodik, mutige Experimente, Persiflage und Karikatur diverser musikalischer Richtungen – all das bietet auf gut 20 Minuten das erste Klavierkonzert von Dmitri Schostakowitsch, das ich Ihnen heute Ihnen empfehlen möchte. Der Finalsatz ist hier schon einmal mit Yuja Wang und dem Concertgebouworkest Amsterdam unter der Leitung von Mariss Jansons zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=ytAgkVueTNs

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 66

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, in den letzten Tagen haben mich während der Autofahrten zwei CD-Neuanschaffungen begleitet. Da ich immer wieder auf der Suche nach ungewöhnlichen Lied-Zusammenstellungen bin, bin ich hier in besonderer Weise fündig geworden: Mit den beiden Konzeptalben „Stille und Nacht“ und „Fremde Heimat“ hat der junge österreichische Bariton Rafael Fingerlos zwei großartige und klug zusammengestellte Aufnahmen vorgelegt.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 65

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, unter den zahlreichen Opern von Wolfgang Amadeus Mozart zählt „Die Hochzeit des Figaro“ zu den wichtigsten Werken des Salzburger Komponisten. Sie wirbelt die Beteiligten durch einen Sturm von Ereignissen: Figaro, Kammerdiener des Grafen Almaviva, möchte seine geliebte Susanna, Zofe der Gräfin, heiraten, ohne dass der Schürzenjäger Graf Almaviva sie zuvor verführen kann.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 64

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, zu den letzten Opernbesuchen, die für mich vor dem Lockdown noch möglich waren, zählte Richard Strauss‘ Oper „Der Rosenkavalier“ in der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Inszeniert von André Heller, dirigiert von Zubin Mehta und besetzt mit einem erstklassigen Sängerensemble zählt dieser Besuch zu den echten Highlights meiner zahlreichen Konzertbesuche.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 63

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, egal, ob am See oder mitten in den Bergen: die Sommer verbrachte Johannes Brahms am liebsten auf dem Land. Stundenlang ging er spazieren und schaffte, fernab alltäglicher Pflichten, Platz für neue Ideen. 1886 zog es ihn nach Thun, einer kleinen Stadt in der Schweiz. Umgeben von Wiesen und Bergen und mit Blick auf den Thuner See entstanden viele neue Ideen, auch die zu seiner dritten und letzten Sonate für Violine und Klavier. Weit weg von Wien schien Brahms hier nicht nur Kraft zu sammeln, sondern auch eine seiner kreativsten Wochen des

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 62

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, drei Urlaubswochen liegen hinter mir, doch es geht auch danach noch weiter mit „Musik in schwierigen Zeiten“ – heute mit einem Werk, das ich 2010 im Neujahrskonzert im Kaiserdom dirigieren durfte: Robert Schumanns Sinfonie Nr. 4 d-moll op. 120.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 61

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, viele Musikfestivals sind in diesem Jahr abgesagt worden – die traditionsreichen Salzburger Festspiele finden aber statt, wenn auch mit deutlich weniger Programmpunkten als geplant. 2020 ist das große Jubiläumsjahr, vor 100 Jahren fanden sie erstmals statt, initiiert von Max Reinhardt, Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss. Zu den Konzerthöhepunkten des letzten Jahres zählte ohne Zweifel das Konzert des West Eastern Divan Orchestras unter der Leitung von Daniel Barenboim, Solistin war Martha Argerich. Auf dem Programm stand eines ihrer Paradewerke: Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 60

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, der folgende Film ist Schuld an einer der größten Pianistenkarrieren der vergangenen Jahre: https://www.youtube.com/watch?v=QpEfHVFilRc Starpianist Lang Lang kam durch Zeichentrickfilme zur klassischen Musik. Als kleiner Junge habe er auf diese Art zum ersten Mal Franz Liszt gehört, sagte er nun dem Magazin Rolling Stone: „Ich sah im Fernsehen eine Episode von „Tom & Jerry“, in der die Katze Franz Liszts Ungarische Rhapsodie Nr. 2 spielt – und natürlich von der Maus geärgert wird“, so der Pianist im Interview. Die Erfahrung habe sein Interesse für klassische Klaviermusik geweckt.

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Musik in schwieriegen Zeiten-Folge 59

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, zu meinen ersten Konzerterlebnissen zählte Ende der Achtziger Jahre ein Abend mit Canadian Brass im NDR-Funkhaus Hannover. Das hervorragende Blechbläserquintett begeisterte bereits damals weltweit das Publikum. Zu einer Zeit, als  „Crossover“ noch ein Fremdwort war, spielten sie bereits alles, was ihnen unter die Finger kam: Vivaldis Vier Jahreszeiten, Opernparodien, Beatles-Titel, Musik aus der Renaissance, Spirituals und vieles mehr.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 58

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, der Opernspielplan ist an vielen Theatern manchmal schon kurios. Die beliebteste Oper im Dezember ist auf vielen Bühnen immer noch Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“, obwohl im gesamten Märchen nicht eine einzige Schneeflocke fällt. Und die Oper, in der man sich wahre Schneeballschlachten liefern könnte (die Handlung spielt in den ersten beiden Akten am Heiligen Abend), ist auch in den wärmsten Sommermonaten immer wieder zu erleben.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 57

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, zu den Sängern, die mich schon seit vielen Jahren begeistern, gehört der englische Tenor Ian Bostridge. Mein erstes Konzert mit ihm war für mich ein unvergesslicher Abend: Schuberts „Winterreise“ mit dem Pianisten Leif Ove Andsnes im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie. Mittlerweile habe ich drei weitere „Winterreisen“ und verschiedene Konzertprogramme mit ihm erlebt und gestehe aus vollem Herzen: Diese Stimme macht mich süchtig – besonders für die Werke von Benjamin Britten ist er mich der ideale Interpret.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 56

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, wenn temperamentvolle ungarische Volksmusik in französische Klänge eingefärbt werden, stößt man schnell auf unser heutiges Stück: Die Konzert-Rhapsodie „Tzigane“ aus dem Jahr 1924 gehört zu den späten Werken von Maurice Ravel.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 55

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, drei prominente Musiker, die gemeinsam von Zeit zu Zeit auch ein weltweit begehrtes Klaviertrio bilden, stehen im Mittelpunkt des heutigen Newsletters: Martha Argerich, Gidon Kremer und Mischa Maisky. 1998 fanden sich die drei wieder einmal in Japan zusammen – und im Konzertsaal war nicht nur ein begeistertes Publikum anwesend, sondern auch die Aufnahmemikros der Deutschen Grammophon. Das Konzert bestand aus Dmitri Schostakowitschs Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67 und Peter Tschaikowskys Klaviertrio a-Moll op.50.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 54

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, im Dezember 2019 starb der Dirigent Mariss Jansons. Viele Jahre war er Chefdirigent des Concertgebouworkest Amsterdam, parallel bis zu seinem Tod auch noch beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Wie bedeutend der Verlust dieses außerordentlichen Musikers ist, zeigen die zahlreichen Nachrufe. Auffallend ist vor allem, dass man in Zeiten, in denen „bad news“ eigentlich „good news“ bedeuten, nichts dergleichen zu lesen bekam. Musiker auf der ganzen Welt sprechen voller Hochachtung von diesem Dirigenten, der regelmäßig auch die Wiener und die Berliner Philharmoniker dirigierte. Ich selbst verdanke ihm unvergessliche Konzerterlebnisse, zuletzt noch im

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 53

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, sehr herzlich grüße ich Sie ab heute aus dem Urlaub, den ich wie so oft auf einer Nordseeinsel verbringe. Auf der Suche nach einem passenden Stück zum Urlaubsbeginn hätte ich Ihnen gerne eine Vertonung meiner Insel geschickt – wenn es denn eine geben würde. Aber immerhin: Wer sucht, der findet eine Alternative; und somit stelle ich Ihnen heute mit großer Freude eine absolute Rarität vor: „Helgoland“ von Anton Bruckner.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 52

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, „Operette sich, wer kann“ war viele Jahre ein Lebensmotto von mir – zu viele schlechte Inszenierungen von Operetten haben bei mir oft Fassungslosigkeit darüber ausgelöst, dass man dieses Genre nicht Ernst genug nimmt und zum Teil haarsträubend schlecht auf deutschen Bühnen inszeniert – selbst in diesem Jahr musste ich das noch so erleben. Seit einigen Jahren gibt es aber endlich auch wieder Spitzeninszenierungen (allen voran an der Komischen Oper Berlin), und dann begreift man schnell, warum in früheren Jahrzehnten diese Werke zu großen Publikumserfolgen wurden.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 51

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, unerwartet wurde ich vor knapp zwei Wochen überrascht. Ein musikalischer Gruß, verbunden einem Dank für diese Newsletter-Reihe, war am Samstagvormittag im Sendegebiet von NDR Kultur in der Sendung „Klassik auf Wunsch“ zu hören. War schon diese Überraschung geglückt, so bin ich nach knapp zwei Wochen danach vor allem darüber erstaunt, wer mich seitdem bereits auf diese Sendung angesprochen hat. Die begeisterte Newsletter-Empfängerin wählte ein Musikstück, auf das ich ebenfalls schon seit Wochen hinweisen möchte – heute ist es soweit: Samuel Barbers „Adagio for Strings“.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 50

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, die heutige 50. Ausgabe habe ich für ein besonderes Stück reserviert: Johann Sebastian Bachs Passacaglia und Fuge c-Moll BWV 582. Über dieses Stück ist soviel geschrieben worden, dass ein Newsletter gar nicht ausreichen kann, um dem Werk gerecht zu werden – hier nur die wichtigsten Infos: Das Werk stammt aus Bachs Weimarer Zeit, die von 1708 bis 1717 seine erste große Schaffensphase markierte. In Weimar beschäftigte er sich erstmals intensiv mit der Konzert-Gattung.Vor allem an der von Ludwig Compenius gebauten Orgel in der Schlosskirche setzte er all seine kühnen Ideen in

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 49

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, ein Werk, das ich sehr liebe und selber schon oft spielen und dirigieren durfte, ist das Konzert für Orgel, Streicher und Pauken g-Moll von Francis Poulenc. „Es mag sein, dass nicht alle Musiker an Gott glauben; an Bach jedoch alle“, so lautet ein berühmt gewordenes Zitat des Komponisten Mauricio Kagel. Für Francis Poulenc trat der Glauben erst spät ins Leben. 1936 wandte sich der fast vierzigjährige französische Pianist und Komponist aufgrund schicksalhafter Erfahrungen dem katholischen Glauben zu; anschließend schuf er zahlreiche geistliche Werke und thematisierte christliche Themen auch in seinen Bühnenwerken,

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 48

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, große Klassik erklang am 30. April 1994 in Helmstedt: An diesem Tag spielte das Orchester der Kreismusikschule Helmstedt Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 in der Aula des Juleum. Der Solist hat damals wie erwartet seine Sache ausgezeichnet gemacht, einer der Hornisten ist heute Mitglied der Staatskapelle Berlin, und für den damaligen Pauker hat es viele Jahre später immerhin zum Propsteikantor gereicht.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 47

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, heute möchte ich Ihnen ein Werk vorstellen, das zu den ersten klassischen Musikstücken zählt, mit denen ich als Jugendlicher in Berührung gekommen bin: Die Zigeunerweisen von Pablo de Sarasate. Unter den Musikern des 19. Jahrhunderts war Pablo de Sarasate ein wahres Glückskind. Glaubt man seinen Biografen, gab es bei ihm kein Ringen mit dem Schicksal, keine demütigenden Buhrufe, keine finanziellen Schieflagen, keine Flaute der künstlerischen Inspiration. Vielmehr bildete sein ganzes Virtuosenleben eine Kette von Erfolgen. Die Zigeunerweisen op. 20 entstanden 1878 auf dem Gipfelpunkt seines Ruhms und werden bis heute gern

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