Adventssingen@Home aus der Stadtkirche Königslutter – Online-Format für zuhause als Alternative zum öffentlichen Singen

Propsteikantor Matthias Wengler lädt an den kommenden vier Adventssonntagen zur neuen Reihe „Adventssingen@Home“ ein. Da Gemeindegesang in den Gottesdiensten nach wie vor nicht möglich ist und Chöre nur sehr eingeschränkt proben und auftreten können, ist dieses Online-Singprojekt für zuhause als Alternative entstanden. Ab 29. November wird an jedem Adventssonntag ein Video veröffentlicht, in dem Advents- und Weihnachtslieder vorgestellt werden und zum Mitsingen zur Orgelbegleitung  eingeladen wird. Das Video kann sonntags ab 11 Uhr unter der Adresse youtube.propstei-koenigslutter.de abgerufen werden. Die Zuschauer erfahren dabei viele Details zur Entstehung der Lieder; eine Weihnachtsgeschichte, die von Corinna Tjiang gelesen wird, ist ebenfalls in jeder

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 104

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, erneut hat mich vor einigen Wochen der junge Trompeter Simon Höfele mit einer CD-Veröffentlichung begeistert. Mit nur 25 Jahren ist er Teil einer jungen Künstler-Generation, die sich dadurch auszeichnet, experimentierfreudig bekannt geglaubte Genre-Grenzen zu sprengen. Sein Faible ist die Analog-Fotografie, er engagiert sich in der Nachwuchsförderung und spielt Jazz ebenso gerne wie Klassik. Von 2017-2019 war er New Generation Artist des BBC Radio 3. Mit zwei Orchestern der BBC hat er das Album „Standards“ aufgenommen, das gewissermaßen als Erinnerung an diese Zeit dienen soll. Neben den Klassikern seines Instruments, den Trompetenkonzerten

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 103

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, Reisen bildet – und inspiriert auch zu Musik: Auf Vorschlag von Ignaz Moscheles war England die erste Station der mehrjährigen Bildungsreisen des jungen Felix Mendelssohn Bartholdy. Im April 1829 traf er in London ein, wo er sich aufgrund von Empfehlungsschreiben und Konzerten schnell einen bedeutenden Ruf verschaffte. Er knüpfte sofort enge Beziehungen zu englischen Musikerkreisen, was dazu führte, dass er zwischen 1829 und 1847 weitere neunmal nach England reiste. Am Ende der Saison brach er mit seinem Freund Karl Klingemannn zu einer Wanderung durch das Schottische Hochland auf. In den Highlands

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 102

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, im Februar 1817 schrieb der zwanzigjährige Franz Schubert ein Lied nach Versen von Matthias Claudius: Der Tod und das Mädchen. Der Text mobilisiert alte mythische Bilder: Tod und Jugend, Tod und Schönheit, die Entrückung derer, die das Leben noch nicht beschädigt hat. Wie viele seiner frühen Lieder legte Schubert auch dieses als Szene an – musikalisch mutig: Die Melodie erscheint oftmals räumlich aufgelöst, man weiß häufig nicht, in welcher Stimme man sie suchen soll, und doch ist sie greifbar. Das berühmte Lied können Sie hier in einer sehr privaten Aufführung erleben

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Ermutigungswort 22. November

Wolfgang Abendschön hat einmal geschrieben: „Es gibt Zeiten, da bin ich hoffnungslos – hoffnungslos zuversichtlich“. Dem ersten Teil dieses Satzes können sicherlich viele zumindest zeitweise zustimmen – so gewiss am heutigen Ewigkeitssonntag, an dem man in besonderer Weise der verstorbenen Angehörigen oder Freunde gedenkt, aber auch im Alltag betreffs der möglicherweise vielfältigen persönlichen Sorgen und Nöte. Sicherlich mag auch Wolfgang Abendschön manchmal in diesem Sinne Hoffnungslosigkeit kennen oder gekannt haben, er lebt aber grundsätzlich in der Zuversicht, jetzt mit Worten Helmut Gollwitzers gesprochen: „Die Nacht wird nicht ewig dauern. Es wird nicht finster bleiben. Die Tage, von denen wir sagen,

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Adventskalender für die Ohren

Jugendliche und junggebliebene Erwachsene haben Teile der Weihnachtsgeschichte aus dem Buch „Der Weg zur Krippe“ von Monika Larsen und Anna Karina Birkenstock aus dem Kaufmann Verlag aufgenommen. Es sind ganz tolle kleine Folgen entstanden, die man sich ab dem 1.12.2020 täglich auf der Homepage der Evangelischen Jugend Königslutter unter Podcast anhören kann https://evj-koenigslutter.de/podcast/ Ich danke allen, die mitgemacht haben und wünsche euch allen viel Spaß und Freude beim Anhören! Schon vorab eine besinnliche und gesegnete Adventszeit! Sonja Höhne

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 101

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, es gibt Lieder, die lernt man auf ungewöhnliche Weise kennen und wundert sich noch Jahre später, dass es sie tatsächlich gibt. Ein solches Beispiel ist für mich das Lied „Juchhe“ op. 6 Nr. 4 von Johannes Brahms, hier zu sehen mit Susanna Proskura. Und hier der Moment, den wohl sehr viele von Ihnen mit diesem Lied verbinden, der Text stammt übrigens von Robert Reinick: Gar nicht übel, oder? Ihnen allen einen schönen Tag mit herzlichen Grüßen aus Braunschweig Matthias Wengler

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 100

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, kaum zu glauben, aber wahr: Die 100. Ausgabe ist erreicht – und hierfür habe ich ein Werk reserviert, das mich schon lange durchs Leben begleitet. Hin und wieder werde ich gefragt, welches Konzert mein schönstes war, das ich selbst geleitet habe. Abgesehen davon, dass ich mit Superlativen immer zurückhaltend umgehe, lege ich mich heute gerne einmal fest. Eines der schönsten Konzerte, das ich selbst leiten durfte, fand 2009 im Kaiserdom in Königslutter statt. 2009 hat die Musikwelt den 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy gefeiert – und auch in Königslutter haben

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Ermutigungswort 15. November

Es ist Herbst geworden, in der Natur ist das deutlich sichtbar. Seit der Zeitumstellung Ende Oktober wird es schon nachmittags dunkel. Die Tage sind kurz, die Nächte lang. Der Kastanienbaum vor meinem Fenster hat seine Blätter und Früchte abgeworfen. Welk und braun verströmen sie den typisch herbstlich modrigen Geruch nach Erde und Vergänglichkeit. Der Stamm und die Äste sehen kahl und leer aus. Und so spielt sich vor unseren Augen etwas ab, das uns auf den Tod hinzuweisen scheint, und wie er dem Leben ein Ende setzt. Die Gedenktage in dieser Zeit weisen in dieselbe Richtung. Am Volkstrauertag, den wir

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 99

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, der 9. November war für Deutschland immer wieder ein geschichtsträchtiger Tag, zuletzt 1989, als die Berliner Mauer fiel. An ein besonderes Konzert, das am 12. November 1989 stattfand, in Rekordzeit organisiert wurde und Musikgeschichte geschrieben hat, möchte ich heute erinnern. Die Berliner Philharmoniker spielten an diesem Sonntagvormittag ein Gratis-Konzert für die Besucher aus der DDR in der (West-)Berliner Philharmonie; auf dem Programm stand Beethovens 1. Klavierkonzert  und – nach der Pause – die Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92  um die es heute gehen soll. Dirigent und Solist war Daniel Barenboim,

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 98

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, heute möchte ich Ihnen eines der bekanntesten Orgelwerke der französischen Literatur vorstellen – und ein besonderes Instrument. Das Werk: Carillon de Westminster aus den „24 Pièces de Fantaisie“ von Louis Vierne, gespielt an der Hauptorgel der Kathedrale Notre-Dame de Paris. Die Kirche hat im vergangenen Jahr weltweit Schlagzeilen gemacht. Bei dem Großbrand am 15./16. April 2019 wurde das historische Bauwerk der Kathedrale Notre-Dame de Paris teilweise zerstört. Der Pariser Feuerwehr gelang es nach etwa vier Stunden, den Brand im Wesentlichen auf den hölzernen Dachstuhl zu begrenzen. Die Westfassade mit den Haupttürmen,

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Umkehr zum Frieden

Ökumenische FriedensDekade 20  vom 8. – 18. November 2020 Der zweite Lockdown in der Corona- Pandemie hat uns erreicht. In der Epidemie, wörtlich: beim Volk verbreitet, weltweit bedroht eine Krankheit unsere Sicherheit am eigenen Leibe. Wenn wir in den zurückliegenden Jahren über eine Pandemie hörten, dann war sie eben weit entfernt: Ebola in Afrika, Brände in Australien oder am Amazonas, Heuschrecken in Ostafrika – aber – bisher- nicht bei uns. Die Corona- Pandemie hält uns in unserem alltäglichen Lauf einfach an und zwingt uns neu zu bedenken: Was ist ein Menschenleben wert? Wie schützen wir uns und andere, nicht nur

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 97

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, wann haben Sie zuletzt einen Brief mit der Hand geschrieben? In Zeiten von Emails, Whatsapps und Twitter kommt das immer seltener vor – dennoch möchte ich Ihnen heute einen der berühmtesten Briefe der Musikgeschichte vorstellen, der in Alexander Puschkins Versroman „Eugen Onegin“ eine wichtige Rolle spielt. Puschkins Roman ist das russische Nationalgedicht schlechthin und diente Peter Tschaikowsky als Vorlage zu seiner wohl populärsten Oper. War es Ironie des Schicksals, dass Puschkin auf die gleiche Weise zu Tode kam wie der romantische Dichter Lenski in seinem bekanntesten Werk „Eugen Onegin“? Genau wie

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Ermutigungswort November

„Ein jegliches hat seine Zeit …“ sinniert der Prediger Salomo, und er zählt dann vieles auf: Geboren-Werden und Sterben, Pflanzen und Ausreißen, Weinen und Lachen, Klagen und Tanzen, Steine-Wegwerfen und Steine-Sammeln, Suchen und Verlieren – die Aufzählung enthält Positives und Negatives, Nützliches und Unnützes, Sinnvolles und Sinnloses. Das alles kommt vor, gibt es im Leben. Manchmal höre ich in diesen Worten, dass alles das aber auch nur seine Zeit hat, also auch irgendwann wieder vorbei ist. Je nachdem, ob es gute oder schwierige Zeiten waren, kann man darüber dann traurig oder erleichtert sein. Bei Beerdigungen nutze ich manchmal diese Verse,

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 96

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, für den heutigen Fest-Gottesdienst zum Reformationstag im Kaiserdom war ein großes musikalisches Fest geplant. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Wiedereinweihung nach der umfänglichen Restaurierung sollte neben einer Bach-Kantate auch Felix Mendelssohn Bartholdys fünfte Sinfonie, die sogenannte Reformations-Sinfonie, erklingen. Daher soll dieses großartige Musikstück im Mittelpunkt des heutigen Newsletters stehen.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 95

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, das heutige Musikstück habe ich auf sehr ungewöhnliche Art kennengelernt: In der Verfilmung von Erich Kästners „Das fliegende Klassenzimmer“ aus dem Jahr 1973 spielt es eine Schlüsselrolle – es ist der Moment der Wiederbegegnung zwischen dem Lehrer Dr. Johannes Bökh, genannt Justus (Joachim Fuchsberger), und Dr. Robert Uthoff, genannt der Nichtraucher (Heinz Reincke), die sich seit Jahrzehnten aus den Augen verloren hatten. So haben Sie dieses Stück bestimmt noch nicht gehört – die Musik setzt ein bei 59:10 und dauert eine knappe Minute: https://www.youtube.com/watch?v=0wXb4fmyWkI

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Start der Musikfilmreihe „Faszination Klassik“@Home ab 27. Oktober 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, vom 27. Oktober bis 17. November 2020 sollte die 10. Ausgabe unserer Musik-Filmreihe „Faszination Klassik“ in den Kammerlichtspielen Königslutter stattfinden. Aufgrund der aktuellen Situation ist dies jedoch leider nicht durchführbar, es würde nur eine sehr begrenzte Platzzahl zur Verfügung stehen. Deshalb möchten wir Ihnen in diesem Jahr eine Alternative für zuhause anbieten: „Faszination Klassik“@Home.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 94

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, ein Meisterwerk? Oder doch verrückte Musik? Die Geister scheiden sich bei Robert Schumanns Cellokonzert. Nach dem Cellokonzert Nr. 1 von Camille Saint-Saëns steht in dieser Woche mit Schumanns Cellokonzert ein weiteres Konzert in a-Moll im Mittelpunkt.

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Musik in schwierigen Zeite-Folge 93

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, Sie kennen das bestimmt: Sie sind Gast bei einer Hochzeitsfeier. Nach der Trauung gibt es meistens etwas zu essen, danach folgen Reden und Einlagen, mal originell und geglückt, manchmal auch langweilig und peinlich. Ein gutes Glas Wein kann über vieles hinweg helfen, selbst wenn der DJ über sich hinauswächst und es schafft, selbst den letzten Tanzmuffel noch für das Parkett zu gewinnen. Irgendwann ist Mitternacht, und dann folgt das letzte Ritual: Die Hochzeitstorte – und um diese dreht es sich heute musikalisch.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 91

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, mit Schwung und Temperament geht es heute in das Wochenende – auf dem Programm stehen die Slawischen Tänze op. 46 von Antonin Dvorak. Im vielseitigen Werk des böhmischen Komponisten spielen die zwei Bände seiner Slawischen Tänze op. 46 und op. 72 eine wichtige, prägende Rolle. Paradoxerweise auf Anregung zweier Deutscher hin entstanden – des Komponisten Johannes Brahms und dessen Verlegers Fritz Simrock – drücken diese Werke unverwechselbar böhmische nationale Identität aus.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 89

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, seit gestern liegt auf meinem Klavier ein Stück griffbereit, das mich schon seit 25 Jahren durchs Leben begleitet und in den kommenden Wochen endlich auch einmal zur Aufführung kommt: Gemeinsam mit Francisca Prudencio (Sopran) bereite ich die „Vier letzten Lieder“ von Richard Strauss in der Klavierfassung vor, die für eine Youtube-Videoandacht zum Ewigkeitssonntag im November aufgezeichnet werden sollen. Somit ist es naheliegend, dieses Werk auch hier vorzustellen.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 88

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, am 28. März 1995 sollte Yehudi Menuhin die Berliner Philharmoniker dirigieren. Menuhin erkrankte, für ihn sprang ein Kollege ein, der viele Jahre nicht mehr vor diesem Orchester stand: Günter Wand (1912 – 2002). Der langjährige Kapellmeister des Kölner Gürzenich-Orchesters und ehemalige Chefdirigent des NDR-Sinfonieorchesters hatte in seinem Ruhestand eine bemerkenswerte Alterskarriere begonnen. Mit seinen Interpretationen der Sinfonien von Brahms, Beethoven, Schubert und vor allem Bruckner genoss er weltweit höchstes Ansehen. Seine Probenarbeit war akribisch und streng – bei den Berliner Philharmonikern trat er erst wieder ans Pult, als man ihm eine fünfte

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 87

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, das Lieblingsinstrument von Felix Mendelssohn Bartholdy war zwar das Klavier, aber dennoch komponierte er dafür nur zwei Konzerte. Sie sind eher selten im Konzertsaal zu hören, doch zu Mendelssohns Zeiten war vor allem das erste ein richtiger Hit.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 86

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, mehrfach habe ich in der Vergangenheit Schuberts Fantasie f-Moll D 940 für Klavier zu vier Händen aufgeführt – und glauben Sie mir: Es fällt nicht leicht, auf diese Literatur momentan verzichten zu müssen, noch dazu bei einem so großartigen Musikstück .Kein anderer großer Komponist hat so viele Werke für Klavier zu vier Händen hinterlassen wie Schubert. Gemeinsames Musizieren, häufig in geselligem Kreis, war ein fester Bestandteil des Schubert’schen Freundeskreises. Mit der f-Moll-Fantasie verließ Schubert allerdings völlig die Sphäre des Geselligen und schuf in den ersten Monaten seines letzten Lebensjahres ein Werk

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 84

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, sehr gerne besuche ich Kinderkonzerte, weil ich immer auf der Suche bin nach guten Konzepten, um Kinder und Jugendliche für Klassische Musik zu begeistern. Das Angebot ist in Deutschland in den letzten Jahren stark angestiegen, da jeder Veranstalter inzwischen wohl begriffen hat, dass ohne Musikvermittlung an die jüngere Generation kein neues Publikum mehr für Konzert und Oper heranwächst. Jedoch: Nicht immer gelingen Kinderkonzerte wirklich gut. Nichts ist schlimmer, als staubtrocken Musiktheorie zu vermitteln, Lebensdaten und Entstehungsgeschichte eines Werks herunterzuleiern, gelangweilte Orchestermusiker*innen auf der Bühne sitzen zu sehen und sie dabei beim

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 83

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, vor wenigen Tagen, am 26. September, wäre der Tenor Fritz Wunderlich 90 Jahre alt geworden. Wenige Tage vor seinem 36. Geburtstag verstarb der Sänger, seine stimmliche Meisterschaft und Größe aber überdauern bis heute. Bis heute gilt er als der wohl größte lyrische Tenor des 20. Jahrhunderts, der in seinen Interpretationen mit unmittelbarer Intensität und Wendigkeit sowie exzellenter Artikulation und betörend warmem Grundton in den Bann zog. Am 17. September 1966 verstarb Fritz Wunderlich auf dem Höhepunkt seiner Karriere an den Folgen eines Treppensturzes.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 82

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, Pannen oder unerwartete Zwischenfälle können bei Live-Aufführungen manchmal zu unvergesslichen Erlebnissen für das Publikum werden – die „Tosca“-Aufführung in der Wiener Staatsoper vom 16. April 2016 ist so ein Beispiel. Der mit drei Weltstars besetzte Abend dauerte aus mehreren Gründen gut 15 Minuten länger als ursprünglich vorgesehen.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 81

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, kennen Sie das Instrument „Arpeggione“? Das von Johann Georg Staufer 1823 erfundene Instrument wurde seinerzeit auch „Bogen-Gitarre“, „Guitarre-Violoncell“ oder „Guitarre d’amour“ genannt. Wahrscheinlich wäre dieser „Zwitter“ längst vergessen, hätte nicht Franz Schubert eine Sonate für den Arpeggione komponiert. Diese Sonate steht im Mittelpunkt des heutigen Newsletters. Der Arpeggione war der Versuch, die leichte Spielbarkeit der Gitarre mit der Klangpracht des Cellos zu verbinden: mit sechs Saiten und Bünden genauso wie eine Gitarre ausgestattet, wurde der Arpeggione aber wie ein Cello zwischen den Knien gehalten und mit dem Bogen gestrichen. Durchsetzen konnte

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 80

Sehr geehrte Damen und Herren, schuld an der heutigen Newsletter-Ausgabe ist ein „Tatort“ aus dem Jahr 1977, den ich vor einigen Tagen wieder gesehen habe. Kommissar Haferkamp (Hansjörg Felmy) hatte es bei der Aufklärung des Mordes an einer Schülerin mit einem Lehrer als Tatverdächtigen zu tun. Dieser Lehrer, dargestellt von Jürgen Prochnow, hatte eine besondere Liebe zur Jazz-Musik, und somit tauchte wiederholt in dieser Folge ein legendäres Miles-Davis-Album auf: „Sketches of Spain“. https://www.youtube.com/watch?v=CsWidlDldVk

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3. Ökumenischer Kirchentag: Chance verantwortungsvoll nutzen.

  In seiner Sitzung am 18.9.2020 hat das Gemeinsame Präsidium des 3. Ökumenischen Kirchentages bestätigt, dass der ÖKT in Frankfurt vom 12. bis 16. Mai 2021 stattfinden soll. Das Format wird an die aufgrund von Corona veränderten Rahmenbedingungen angepasst. 3. Ökumenischer Kirchentag bietet einzigartige Möglichkeit Gerade in Krisenzeiten sind Begegnung, Dialog und Gemeinschaft wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt – davon sind die Veranstalter, der Deutsche Evangelische Kirchentag und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken, fest überzeugt. Der katholische Präsident Prof. Dr. Thomas Sternberg betont: „Die Auswirkungen von Corona verändern die Welt. Mit einer neuen Form des ÖKT haben wir die Chance

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 78

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, bis heute gehört es zu den populärsten Musikstücken der Romantik: Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 g-moll op. 26. Manchmal kann ein Stück allerdings auch zu beliebt sein – sehr zum Ärger beispielsweise von Max Bruch. Denn alle Welt interessiert(e) sich nur für dieses Werk, seine weiteren Violinkonzerte werden nur äußerst selten aufgeführt.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 77

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, bis heute gehört es zu den populärsten Musikstücken der Romantik: Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 g-moll op. 26. Manchmal kann ein Stück allerdings auch zu beliebt sein – sehr zum Ärger beispielsweise von Max Bruch. Denn alle Welt interessiert(e) sich nur für dieses Werk, seine weiteren Violinkonzerte werden nur äußerst selten aufgeführt.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 76

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, ohne Zweifel gehört Robert Schumanns Klavierkonzert a?moll zu den bedeutendsten Klavierkonzerten der Romantik. Die Idee und erste Skizzen zu diesem Werk stammen aus dem Jahr 1833. In einem Brief an seinem späteren Schwiegervater Friedrich Wieck schreibt er: „Ich denke mir das Klavierkonzert müsse aus C?Dur oder a?Moll gehen“. 1841 entstand schließlich die einsätzige „Phantasie für Klavier und Orchester a-moll“, die jedoch bei keinem Verleger Anklang fand.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 75

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, seit Monaten erreicht mich wiederholt die Nachfrage, ob nicht auch Udo Jürgens einmal in diesem Newsletter vertreten sein dürfte – für die heutige 75. Folge gebe ich mich gerne geschlagen und stelle Ihnen eine besondere Komposition des Sängers vor, die 1979 entstand und sogar zu einer Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern führte. In einer Zeit, in der Crossover noch ein Fremdwort war, ist diese Kombination wirklich ungewöhnlich, zumal sie vom Chef der Philharmoniker höchstpersönlich abgesegnet wurde: Herbert von Karajan.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 74

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, Samstag, 19. April 2014, 16:00 Uhr in der Berliner Philharmonie: Wie so oft bin ich am Ostersamstag nachmittags Gast bei den Festtagen der Staatsoper Unter den Linden. An diesem Tag war die Vorfreude besonders groß: Nach vielen Jahren gaben Martha Argerich und Daniel Barenboim, beide gebürtige Argentinier und seit Kindertagen miteinander bekannt, wieder einmal einen Klavierabend zu vier Händen. Die Spannung im Publikum war kurz vor Konzertbeginn praktisch mit den Händen greifbar, der Saal war restlos ausverkauft, auch zusätzliche Podiumsplätze waren bis auf den letzten Platz gefüllt.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 72

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, zu den weniger bekannten Werken von Robert Schumann zählt das „Requiem für Mignon“, das ich Ihnen heute gerne vorstellen möchte. Schumann vertonte in diesem rund 15-minütigen Werk ein Kapitel aus Goethes Roman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 71

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, zu den weniger bekannten Werken von Robert Schumann zählt das „Requiem für Mignon“, das ich Ihnen heute gerne vorstellen möchte. Schumann vertonte in diesem rund 15-minütigen Werk ein Kapitel aus Goethes Roman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 70

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, viel zu selten sind Deutschland große englische Chorwerke zu hören. Warum auch immer Mendelssohns „Elias“, Haydns „Schöpfung“ und Händels „Messias“ so leicht die Herzen der Zuhörer erobern, dies dagegen einem Stück wie Elgars „Dream of Gerontius“ nur selten gelingt, gehört für mich zu den großen Merkwürdigkeiten des Musiklebens. Ich versuche es heute trotzdem: Diese Newsletter-Ausgabe ist William Waltons „Belshazzar’s Feast“ gewidmet:

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 69

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, er ist der bekannteste Stehgeiger unserer Zeit und vor allem mit Werken der Strauß-Familie seit vielen Jahren weltweit erfolgreich: André Rieu. Einer seiner bekanntesten Walzer-Hits stammt jedoch nicht von Johann Strauß, sondern von Dmitri Schostakowitsch: https://www.youtube.com/watch?v=vauo4o-ExoY

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 68

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, bei vielen Komponisten wird man wohl nie fertig werden, das Gesamtwerk zu entdecken, speziell in der Barockzeit gibt so viele Werke, die teilweise über Jahrhunderte in Archiven und Bibliotheken vor der Öffentlichkeit verborgen blieben. Und immer wieder gibt es Musikwissenschaftler und Sängerpersönlichkeiten wie Cecilia Bartoli oder Philippe Jaroussky, die so manches Musikjuwel wiederentdeckten und in Konzerten oder Aufnahmen präsentierten.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 67

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik,effektvolle Klaviervirtuosität, einen genialen Mix aus russischer Romantik, Neoklassik und banaler Music-Hall-Melodik, mutige Experimente, Persiflage und Karikatur diverser musikalischer Richtungen – all das bietet auf gut 20 Minuten das erste Klavierkonzert von Dmitri Schostakowitsch, das ich Ihnen heute Ihnen empfehlen möchte. Der Finalsatz ist hier schon einmal mit Yuja Wang und dem Concertgebouworkest Amsterdam unter der Leitung von Mariss Jansons zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=ytAgkVueTNs

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 66

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, in den letzten Tagen haben mich während der Autofahrten zwei CD-Neuanschaffungen begleitet. Da ich immer wieder auf der Suche nach ungewöhnlichen Lied-Zusammenstellungen bin, bin ich hier in besonderer Weise fündig geworden: Mit den beiden Konzeptalben „Stille und Nacht“ und „Fremde Heimat“ hat der junge österreichische Bariton Rafael Fingerlos zwei großartige und klug zusammengestellte Aufnahmen vorgelegt.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 65

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, unter den zahlreichen Opern von Wolfgang Amadeus Mozart zählt „Die Hochzeit des Figaro“ zu den wichtigsten Werken des Salzburger Komponisten. Sie wirbelt die Beteiligten durch einen Sturm von Ereignissen: Figaro, Kammerdiener des Grafen Almaviva, möchte seine geliebte Susanna, Zofe der Gräfin, heiraten, ohne dass der Schürzenjäger Graf Almaviva sie zuvor verführen kann.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 64

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, zu den letzten Opernbesuchen, die für mich vor dem Lockdown noch möglich waren, zählte Richard Strauss‘ Oper „Der Rosenkavalier“ in der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Inszeniert von André Heller, dirigiert von Zubin Mehta und besetzt mit einem erstklassigen Sängerensemble zählt dieser Besuch zu den echten Highlights meiner zahlreichen Konzertbesuche.

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