Musik in schwierigen Zeiten-Folge 78

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, bis heute gehört es zu den populärsten Musikstücken der Romantik: Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 g-moll op. 26. Manchmal kann ein Stück allerdings auch zu beliebt sein – sehr zum Ärger beispielsweise von Max Bruch. Denn alle Welt interessiert(e) sich nur für dieses Werk, seine weiteren Violinkonzerte werden nur äußerst selten aufgeführt.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 77

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, bis heute gehört es zu den populärsten Musikstücken der Romantik: Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 g-moll op. 26. Manchmal kann ein Stück allerdings auch zu beliebt sein – sehr zum Ärger beispielsweise von Max Bruch. Denn alle Welt interessiert(e) sich nur für dieses Werk, seine weiteren Violinkonzerte werden nur äußerst selten aufgeführt.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 76

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, ohne Zweifel gehört Robert Schumanns Klavierkonzert a?moll zu den bedeutendsten Klavierkonzerten der Romantik. Die Idee und erste Skizzen zu diesem Werk stammen aus dem Jahr 1833. In einem Brief an seinem späteren Schwiegervater Friedrich Wieck schreibt er: „Ich denke mir das Klavierkonzert müsse aus C?Dur oder a?Moll gehen“. 1841 entstand schließlich die einsätzige „Phantasie für Klavier und Orchester a-moll“, die jedoch bei keinem Verleger Anklang fand.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 75

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, seit Monaten erreicht mich wiederholt die Nachfrage, ob nicht auch Udo Jürgens einmal in diesem Newsletter vertreten sein dürfte – für die heutige 75. Folge gebe ich mich gerne geschlagen und stelle Ihnen eine besondere Komposition des Sängers vor, die 1979 entstand und sogar zu einer Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern führte. In einer Zeit, in der Crossover noch ein Fremdwort war, ist diese Kombination wirklich ungewöhnlich, zumal sie vom Chef der Philharmoniker höchstpersönlich abgesegnet wurde: Herbert von Karajan.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 74

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, Samstag, 19. April 2014, 16:00 Uhr in der Berliner Philharmonie: Wie so oft bin ich am Ostersamstag nachmittags Gast bei den Festtagen der Staatsoper Unter den Linden. An diesem Tag war die Vorfreude besonders groß: Nach vielen Jahren gaben Martha Argerich und Daniel Barenboim, beide gebürtige Argentinier und seit Kindertagen miteinander bekannt, wieder einmal einen Klavierabend zu vier Händen. Die Spannung im Publikum war kurz vor Konzertbeginn praktisch mit den Händen greifbar, der Saal war restlos ausverkauft, auch zusätzliche Podiumsplätze waren bis auf den letzten Platz gefüllt.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 72

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, zu den weniger bekannten Werken von Robert Schumann zählt das „Requiem für Mignon“, das ich Ihnen heute gerne vorstellen möchte. Schumann vertonte in diesem rund 15-minütigen Werk ein Kapitel aus Goethes Roman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 71

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, zu den weniger bekannten Werken von Robert Schumann zählt das „Requiem für Mignon“, das ich Ihnen heute gerne vorstellen möchte. Schumann vertonte in diesem rund 15-minütigen Werk ein Kapitel aus Goethes Roman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 70

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, viel zu selten sind Deutschland große englische Chorwerke zu hören. Warum auch immer Mendelssohns „Elias“, Haydns „Schöpfung“ und Händels „Messias“ so leicht die Herzen der Zuhörer erobern, dies dagegen einem Stück wie Elgars „Dream of Gerontius“ nur selten gelingt, gehört für mich zu den großen Merkwürdigkeiten des Musiklebens. Ich versuche es heute trotzdem: Diese Newsletter-Ausgabe ist William Waltons „Belshazzar’s Feast“ gewidmet:

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 69

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, er ist der bekannteste Stehgeiger unserer Zeit und vor allem mit Werken der Strauß-Familie seit vielen Jahren weltweit erfolgreich: André Rieu. Einer seiner bekanntesten Walzer-Hits stammt jedoch nicht von Johann Strauß, sondern von Dmitri Schostakowitsch: https://www.youtube.com/watch?v=vauo4o-ExoY

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 68

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, bei vielen Komponisten wird man wohl nie fertig werden, das Gesamtwerk zu entdecken, speziell in der Barockzeit gibt so viele Werke, die teilweise über Jahrhunderte in Archiven und Bibliotheken vor der Öffentlichkeit verborgen blieben. Und immer wieder gibt es Musikwissenschaftler und Sängerpersönlichkeiten wie Cecilia Bartoli oder Philippe Jaroussky, die so manches Musikjuwel wiederentdeckten und in Konzerten oder Aufnahmen präsentierten.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 67

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik,effektvolle Klaviervirtuosität, einen genialen Mix aus russischer Romantik, Neoklassik und banaler Music-Hall-Melodik, mutige Experimente, Persiflage und Karikatur diverser musikalischer Richtungen – all das bietet auf gut 20 Minuten das erste Klavierkonzert von Dmitri Schostakowitsch, das ich Ihnen heute Ihnen empfehlen möchte. Der Finalsatz ist hier schon einmal mit Yuja Wang und dem Concertgebouworkest Amsterdam unter der Leitung von Mariss Jansons zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=ytAgkVueTNs

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 66

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, in den letzten Tagen haben mich während der Autofahrten zwei CD-Neuanschaffungen begleitet. Da ich immer wieder auf der Suche nach ungewöhnlichen Lied-Zusammenstellungen bin, bin ich hier in besonderer Weise fündig geworden: Mit den beiden Konzeptalben „Stille und Nacht“ und „Fremde Heimat“ hat der junge österreichische Bariton Rafael Fingerlos zwei großartige und klug zusammengestellte Aufnahmen vorgelegt.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 65

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, unter den zahlreichen Opern von Wolfgang Amadeus Mozart zählt „Die Hochzeit des Figaro“ zu den wichtigsten Werken des Salzburger Komponisten. Sie wirbelt die Beteiligten durch einen Sturm von Ereignissen: Figaro, Kammerdiener des Grafen Almaviva, möchte seine geliebte Susanna, Zofe der Gräfin, heiraten, ohne dass der Schürzenjäger Graf Almaviva sie zuvor verführen kann.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 64

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, zu den letzten Opernbesuchen, die für mich vor dem Lockdown noch möglich waren, zählte Richard Strauss‘ Oper „Der Rosenkavalier“ in der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Inszeniert von André Heller, dirigiert von Zubin Mehta und besetzt mit einem erstklassigen Sängerensemble zählt dieser Besuch zu den echten Highlights meiner zahlreichen Konzertbesuche.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 63

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, egal, ob am See oder mitten in den Bergen: die Sommer verbrachte Johannes Brahms am liebsten auf dem Land. Stundenlang ging er spazieren und schaffte, fernab alltäglicher Pflichten, Platz für neue Ideen. 1886 zog es ihn nach Thun, einer kleinen Stadt in der Schweiz. Umgeben von Wiesen und Bergen und mit Blick auf den Thuner See entstanden viele neue Ideen, auch die zu seiner dritten und letzten Sonate für Violine und Klavier. Weit weg von Wien schien Brahms hier nicht nur Kraft zu sammeln, sondern auch eine seiner kreativsten Wochen des

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 62

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, drei Urlaubswochen liegen hinter mir, doch es geht auch danach noch weiter mit „Musik in schwierigen Zeiten“ – heute mit einem Werk, das ich 2010 im Neujahrskonzert im Kaiserdom dirigieren durfte: Robert Schumanns Sinfonie Nr. 4 d-moll op. 120.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 61

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, viele Musikfestivals sind in diesem Jahr abgesagt worden – die traditionsreichen Salzburger Festspiele finden aber statt, wenn auch mit deutlich weniger Programmpunkten als geplant. 2020 ist das große Jubiläumsjahr, vor 100 Jahren fanden sie erstmals statt, initiiert von Max Reinhardt, Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss. Zu den Konzerthöhepunkten des letzten Jahres zählte ohne Zweifel das Konzert des West Eastern Divan Orchestras unter der Leitung von Daniel Barenboim, Solistin war Martha Argerich. Auf dem Programm stand eines ihrer Paradewerke: Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 60

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, der folgende Film ist Schuld an einer der größten Pianistenkarrieren der vergangenen Jahre: https://www.youtube.com/watch?v=QpEfHVFilRc Starpianist Lang Lang kam durch Zeichentrickfilme zur klassischen Musik. Als kleiner Junge habe er auf diese Art zum ersten Mal Franz Liszt gehört, sagte er nun dem Magazin Rolling Stone: „Ich sah im Fernsehen eine Episode von „Tom & Jerry“, in der die Katze Franz Liszts Ungarische Rhapsodie Nr. 2 spielt – und natürlich von der Maus geärgert wird“, so der Pianist im Interview. Die Erfahrung habe sein Interesse für klassische Klaviermusik geweckt.

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Musik in schwieriegen Zeiten-Folge 59

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, zu meinen ersten Konzerterlebnissen zählte Ende der Achtziger Jahre ein Abend mit Canadian Brass im NDR-Funkhaus Hannover. Das hervorragende Blechbläserquintett begeisterte bereits damals weltweit das Publikum. Zu einer Zeit, als  „Crossover“ noch ein Fremdwort war, spielten sie bereits alles, was ihnen unter die Finger kam: Vivaldis Vier Jahreszeiten, Opernparodien, Beatles-Titel, Musik aus der Renaissance, Spirituals und vieles mehr.

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Musik in schwierigen Zeiten – Folge 58

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, der Opernspielplan ist an vielen Theatern manchmal schon kurios. Die beliebteste Oper im Dezember ist auf vielen Bühnen immer noch Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“, obwohl im gesamten Märchen nicht eine einzige Schneeflocke fällt. Und die Oper, in der man sich wahre Schneeballschlachten liefern könnte (die Handlung spielt in den ersten beiden Akten am Heiligen Abend), ist auch in den wärmsten Sommermonaten immer wieder zu erleben.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 57

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, zu den Sängern, die mich schon seit vielen Jahren begeistern, gehört der englische Tenor Ian Bostridge. Mein erstes Konzert mit ihm war für mich ein unvergesslicher Abend: Schuberts „Winterreise“ mit dem Pianisten Leif Ove Andsnes im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie. Mittlerweile habe ich drei weitere „Winterreisen“ und verschiedene Konzertprogramme mit ihm erlebt und gestehe aus vollem Herzen: Diese Stimme macht mich süchtig – besonders für die Werke von Benjamin Britten ist er mich der ideale Interpret.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 56

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, wenn temperamentvolle ungarische Volksmusik in französische Klänge eingefärbt werden, stößt man schnell auf unser heutiges Stück: Die Konzert-Rhapsodie „Tzigane“ aus dem Jahr 1924 gehört zu den späten Werken von Maurice Ravel.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 48

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, große Klassik erklang am 30. April 1994 in Helmstedt: An diesem Tag spielte das Orchester der Kreismusikschule Helmstedt Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 in der Aula des Juleum. Der Solist hat damals wie erwartet seine Sache ausgezeichnet gemacht, einer der Hornisten ist heute Mitglied der Staatskapelle Berlin, und für den damaligen Pauker hat es viele Jahre später immerhin zum Propsteikantor gereicht.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 47

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, heute möchte ich Ihnen ein Werk vorstellen, das zu den ersten klassischen Musikstücken zählt, mit denen ich als Jugendlicher in Berührung gekommen bin: Die Zigeunerweisen von Pablo de Sarasate. Unter den Musikern des 19. Jahrhunderts war Pablo de Sarasate ein wahres Glückskind. Glaubt man seinen Biografen, gab es bei ihm kein Ringen mit dem Schicksal, keine demütigenden Buhrufe, keine finanziellen Schieflagen, keine Flaute der künstlerischen Inspiration. Vielmehr bildete sein ganzes Virtuosenleben eine Kette von Erfolgen. Die Zigeunerweisen op. 20 entstanden 1878 auf dem Gipfelpunkt seines Ruhms und werden bis heute gern

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 46

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, nicht das Endergebnis, sondern der Weg zum Ziel steht heute im Mittelpunkt: Eine gelungene, mitreißende Aufführung eines Musikstücks entsteht nur, wenn zuvor ausführlich geprobt wurde. Ich lade Sie heute zu einer besonderen Orchesterprobe ein, zuvor aber das Endergebnis – es ist eines der bekanntesten Stücke aus Edvard Griegs „Peer-Gynt-Suiten“: „In der Halle des Bergkönigs“, hier gespielt vom Oslo Philharmonic unter der Leitung von Vasily Petrenko: https://www.youtube.com/watch?v=awRj_KdSVvY

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 45

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, für Folge 39 hatte ich vor zwei Wochen Richard Strauß‘ sinfonische Dichtung „Aus Italien“ ausgewählt. Daran thematisch anknüpfend möchte ich Ihnen heute einen Komponisten vorstellen, der seine Wahlheimat Rom gleich in mehreren Werken in monumentale Klangbilder verwandelt hat. Gegen das Finale aus Ottorino Respighis „Pini di Roma“ (Die Pinien von Rom) ist Verdis berühmter Triumphmarsch aus der Oper „Aida“ beinahe ein läppisches Stück – zu sehen im folgenden Link mit Georges Prêtre und dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart: https://www.youtube.com/watch?v=Uinob0vq3MA

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 43

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, wenn ein Musiker heiratet, kann es schon einmal zu einem musikalischen Hochzeitsgeschenk kommen. Und wenn sich unter den Hochzeitsgästen auch noch ein Komponist befindet, haben noch Jahrhunderte später Millionen von Menschen Freude an diesem Geschenk – so geschehen anlässlich der Hochzeit des Violinvirtuosen Eugène Ysaye. Zu diesem Anlass schrieb César Franck 1886 seine einzige Violinsonate, Ysaye spielte sie fast prima vista („vom Blatt“) an seiner Hochzeitsfeier.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 42

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik,im Januar kam es zu einer denkwürdigen Begegnung: Die Wiener Philharmoniker hatten einen der größten Filmmusik-Komponisten eingeladen, um ein Konzert mit seinen eigenen Werken zu dirigieren: John Williams, der die Musik zu Filmklassikern wie „Star Wars“, „E. T.“, „Der weiße Hai“ und „Indiana Jones“ schrieb.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 41

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, unser heutiges Thema: Tempo! Schnellsprechen verbinde ich sofort mit einer Kindheitserinnerung, nur selten erreichte Hans Rosenthal mit seiner Sendung „Dalli Dalli“ die Geschwindigkeit seines Kollegen Dieter Thomas Heck: https://www.youtube.com/watch?v=F6buGG4EsmQ

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 40

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik für dieses Wochenende möchte ich Ihnen diesmal nicht ein Musikstück, sondern besondere Interpreten empfehlen, für die es offenbar keine musikalischen Grenzen gibt. Egal, was sie singen: Es ist immer Weltklasse: Die King’s Singers.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 39

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, unser heutiges Thema ist ein unangenehmes: Urheberrecht. Zu allen Zeiten stand (und steht) bei Komponisten immer wieder einmal die Frage im Raum, wer von wem abgeschrieben hat. Unsere heutigen Streitgegner: Luigi Danza und Richard Strauss.

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Musik ins schwierigen Zeiten-Folge 38

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, 1978 besang der holländische Showmaster Rudi Carrell einen großen deutschen Dichter: „Goethe war gut“ – und ich möchte ergänzen, dass der französische Komponist Paul Dukas einen berühmten Goethe-Text wunderbar in Musik verwandeln konnte. 1897 entstand sein sinfonisches Scherzo „Der Zauberlehrling“, das ich Ihnen heute empfehlen möchte.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 37

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, von Antonin Dvoráks neun Sinfonien ist die letzte seine bekannteste geworden – die Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ gehört zu den populärsten Werken der klassischen Orchesterliteratur. In der Anzahl der Aufführungen schlägt sie alle anderen Dvorák-Sinfonien um deutliche Längen. Doch was ist mit den anderen acht Sinfonien? Nr. 1 bis 6 hört man sehr selten – sehr schade, denn sie verdienen es, viel häufiger gespielt zu werden -, Nr. 7 hin und wieder und deutlich häufiger schon Nr. 8. Die achte Sinfonie möchte ich Ihnen heute vorstellen.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 36

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, wenn der Begriff „Volksmusik“ fällt, fallen mir leider immer noch zuerst negative Assoziationen ein; zu lange war dieser Begriff für mich mit Sendungen wie „Musikantenstadl“ oder „Frühlingsfest der Volksmusik“ besetzt; Mitklatschen, Massenschunkeln, musikalisch einseitige Herz-Schmerz-Stimmung und aufgesetzte Fröhlichkeit rücken den Bereich Volksmusik eher in eine Karnevalsveranstaltung – beides meide ich auch weiterhin gerne.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 35

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, was wäre der 1. Januar ohne das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker? Zugegeben: Es fällt leicht, mit einem Strauß-Walzer beschwingt ins neue neue Jahr zu starten. Der Walzer, den ich Ihnen heute vorstellen möchte, ist allerdings weit entfernt von Wiener Walzerseligkeit.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 34

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, hin und wieder soll in dieser Reihe der große Jubilar des Jahres vorkommen: Ludwig van Beethoven. Heute möchte ich Ihnen zwei Werke vorstellen, von denen ich lange nicht wusste, um welche Stücke es sich handelte – dazu mehr am Ende dieser Mail.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 33

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, Schubladendenken gab und gibt es immer wieder – besonders aber noch bis zu Beginn der 1990er Jahre im Bereich der Klassischen Musik. Ein Dirigent hatte ernst, streng und seriös zu sein, Humor war oftmals ein Fremdwort, der Frack war Berufskleidung und es galt bereits als anrüchig, sich auch für Operette zu begeistern – Musicals, Film- oder Popmusik waren Todesurteile im Ansehen konservativer Musikliebhaber, „Crossover“ war damals nicht einmal ein Fremdwort, es existierte schlichtweg noch nicht.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 32

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, unter den rund 600 Liedern von Franz Schubert ragt eines aufgrund seiner Besetzung besonders heraus: „Der Hirt auf dem Felsen“ entstand 1828 in seinem letzten Lebensjahr, neben Singstimme und Klavier ist die Klarinette noch als obligat geführtes Solo-Instrument beteiligt.

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Ein gesegnetes Pfingstfest !

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Besucher*innen, zu Pfingsten feiern wir den Geburtstag der Kirche. Normalerweise würden wir mit vielen Menschen unterwegs sein und im Freien feiern. In dieser Zeit fällt alles ein wenig bescheidener aus, wenn gleich unsere Gemeinde wunderbare Ideen für die Gottesdienste haben! In der Pfingsterzählung in der Apostelgeschichte lesen wir einen Satz: „ Dieses Wort traf die Zuhörer mitten ins Herz und sie fragten Petrus und die anderen Apostel: »Brüder, was sollen wir tun?«

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 31

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, zum diesjährigen Pfingstfest soll Ludwig van Beethoven als Liedkomponist im Mittelpunkt stehen. Zu den bekanntesten Werken zählt hier der Liederzyklus „An die ferne Geliebte“ op. 98, der zugleich als erster Liederzyklus der Musikgeschichte gilt. Die sechs Lieder sind zu einer Einheit verbunden, sie gehen durch Klavierzwischenspiele nahtlos ineinander über. „An die ferne Geliebte“ wurde 1816 veröffentlicht und bedeutete einen entscheidenden Vorstoß zum romantischen Liederkreis, der später besonders durch Franz Schubert und Robert Schumann geprägt wurde.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 30

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, zu den schönsten Solokonzerten der Romantik zählt für mich das Klarinettenkonzert Nr. 1 f-Moll op. 73 von Carl Maria von Weber. Es entstand quasi „im Auftrag seiner Majestät“: Max Josef, König von Bayern, bestellte 1811 zwei Klarinettenkonzerte bei Carl Maria von Weber, die vom Hofklarinettisten Heinrich Baermann uraufgeführt wurden. Für die Klarinettisten zählen Webers Konzerte zu den attraktivsten Stücken des Repertoires: Romantische Atmosphäre, berührende Gesanglichkeit und eine große Portion Virtuosität sind kennzeichnend für das f-Moll-Konzert.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 29

Sehr geehrte Damen und Herren, die heutige Ausgabe des Newsletters fällt etwas kurios aus – ich empfehle Ihnen heute ein Stück, das ich selbst erst vor wenigen Stunden entdeckt habe: Artie Shaws Concerto for Clarinet. Schuld an diesem Fund ist eine Recherche zu einer weiteren Ausgabe des Newsletters.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 28

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, Im wunderschönen Monat Mai, Als alle Knospen sprangen, Da ist in meinem Herzen Die Liebe aufgegangen. Mit diesen Worten beginnt einer der schönsten und beliebtesten Liederzyklen der Romantik: Robert Schumanns Dichterliebe op. 48. Der Zyklus entstand 1840 aus Heinrich Heines „Lyrischem Intermezzo“, einer Sammlung von 65 Gedichten. In diesem Jahr konnte Schumann nach langen, Nerven aufreibenden Querelen mit seinem ehemaligen Lehrer Friedrich Wieck endlich dessen Tochter, die Pianistin Clara Wieck, heiraten.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 27

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, für den heutigen Feiertag fällt meine Wahl auf ein Werk von Johann Sebastian Bach: Das Himmelfahrtsoratorium BWV 11 „Lobet Gott in seinen Reichen“, das für die  Festtage des Kirchenjahres 1734/35 neben dem Weihnachtsoratorium als weiteres repräsentatives Werk entstand. Obwohl sich das Oratorium in seinen Dimensionen und seinem Charakter an die übrigen Kantaten Johann Sebastian Bachs anlehnt, nimmt es durch die epische Textgrundlage, in die ein biblischer Bericht miteinbezogen ist, eine Sonderstellung ein. Besonders die festliche Anlage und Instrumentation des Eröffnungs- und Schlusschores gibt die triumphale Freude über Christi Himmelfahrt wieder.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 26

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, Joseph Haydns Sinfonie Nr. 88 G-Dur wird in meinem Leben immer eine besondere Rolle spielen. Zwei Erlebnisse mit diesem Stück möchte ich mit Ihnen heute teilen. Sehr oft hört man folgende Fragen: Was macht eigentlich ein Dirigent? Braucht ein Orchester überhaupt einen Dirigenten? Ist er nicht komplett überflüssig, da die Klänge doch durch die Musiker entstehen?

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 25

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, heute wird es südamerikanisch: Im Jahr 2004 riefen die Bamberger Symphoniker den Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb ins Leben, der erste Preisträger hieß Gustavo Dudamel. Seitdem hat der 1981 geborene venezolanische Senkrechtstarter der internationalen Musikszene eine Karriere hingelegt, die ihresgleichen sucht. Dank seines musikalischen Temperaments, seiner Sachkenntnis als Orchesterleiter und seines persönlichen Charmes erwarb sich Dudamel nicht nur in Windeseile den Ruf als einer der gefragtesten Dirigenten der jüngeren Generation, sondern gewann auch Größen wie Sir Simon Rattle, Daniel Barenboim oder Claudio Abbado für die Arbeit mit „seinem“ Orchester: dem Simón Bolívar Youth Orchestra of

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 24

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, die heutige Ausgabe könnte den Titel „Ein Amerikaner in Paris“ tragen – und damit ist nicht George Gershwins gleichnamiges Orchesterwerk gemeint, sondern die simple Tatsache, dass Sie heute einem berühmten amerikanischen Dirigenten bei einem Gastspiel in Paris über die Schulter schauen können.

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Musik in schwierigen Zeiten-Folge 23

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, Millionen Menschen tun es immer wieder: Woche für Woche spielen sie Lotto, um am Samstagabend mehrheitlich festzustellen, dass das Glück nicht mit ihnen war. „6 aus 49“ klappt nur in den seltensten Fällen. Ich lade Sie heute ein, eine sichere Alternative mit Erfolgsgarantie auszuprobieren: Bei „5 aus 555“ sind ausschließlich Treffer dabei:

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Information zu den Konzerten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Kirchenmusik, das Corona-Virus hat leider auch die Kirchenmusik in den letzten Wochen nahezu außer Kraft gesetzt: Bis zu den Sommerferien sind momentan alle Konzerte abgesagt, wie es nach den Sommerferien weitergehen kann, lässt sich momentan noch nicht verbindlich abschätzen. Chor- und Ensembleproben sind weiterhin nicht möglich, und was besonders ins Herz trifft: Auf Singen im Gottesdienst muss zur Zeit bis auf weiteres verzichtet werden.

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